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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Dennoch konnte Esthers Wachsamkeit nicht getäuscht werden.Schon lange hatte sie ans den verdächtigen Schall gehorcht, dervon der Wildnisi her dem Felsen näher kam; auch mar das plötz-liche Gemnrmel bei Entdeckung des Felsens den äußern Schild-wachen nicht entgangen. Den Wilden, welche in einer kleinenEntfernung abgestiegen waren, blieb nicht so viel Zeit übrig,, ansihre gewohnte leise, stumme, lauernde Weise den Fuß des Felsenszu umgehen, als schon die Stimme der Amazone die Stille desOrts unterbrach, und unerschrocken rief:

Wer ist unten? Antwort! oder es gilt euer Leben. Siouxoder Teufel, gleichviel; ich furchte euch nicht!"

Ans diesen Aufruf erfolgte keine Antwort. Jeder Krieger bliebunbeweglich anf seiner Stelle, in der Gewißheit, daß er sich indas Dunkel des Gefildes verliere. Diesen Moment wählte undbestimmte der Wildsteller zur Flucht. Er und seine Begleiterwaren der Aufsicht Derer anvertrant morden, welche die Pferdezu bewachen hatten, und da die fünf Fremden nicht abgestiegenwaren, schien der Augenblick günstig. Die Aufmerksamkeit derHüter mar auf den Felsen gerichtet, und überdies; verdeckte eindunkles Gewölk, das über sie hinzog, das schwache Sternenlicht.Sich vorn überlegend, murmelte der alte Mann vom Pferde herabdie Worte:

Hund! wo ist mein Hund? mein Hektor? wo bist du, Alter?"

Der Hund vernahm die wohlbekannten Laute, und beantwortetesie mit freundlichem Gewinsel, woraus beinahe ein durchdringenderLaut entstanden wäre. Als sich der Wildsteller nach diesem erstenSignal wieder in die Höhe hob, fühlte er Weucha's Arm, derihn bei der Gurgel griff, als wolle er kurzen Prozeß mit Demmachen, der das nothwendige Schweigen unterbräche, und ihmdie Kehle zuschnüren. Diesen Umstand benutzend, gab der Alteeinen zweiten leisen Ton von sich, wie Einer, der nicht schreien,nur athmen wollte; auch dieser Ton wurde vom getreuen Hunde