schnell zu dem Jäger wendend, in einem Tone, der ihn verant-wortlich machen sollte.
„Kann ich meinem Bruder die Anzahl der Sterne angebcn?Die Wege eines großen Arztes sind nicht wie die Wege andererMenschen."
„Gib Acht, alter Kopf, ans meine Worte, und zähle jedesderselben," fuhr Jener fort, sich über seinen großen Sattel biegend,wie ein wohlerzogener Ritter, aber dabei im hohen Tone der un-beschränkten Gewalt sprechend: „Die Dahcotahs haben kein Weibzu ihrem Führer gewählt. Wenn Mahtvree die Macht einesgroßen Arztes fühlen wird, wird er zittern, nicht eher; bis dahinaber will ich ihn mit Angen sehen, »nd nicht höre», was einBleich-Gesicht von ihm spricht. Ist Euer Beschwörer nicht morgenfrüh mit seinen Freunden hier, so sollen ihn meine jungen Leuteaufsnchen. Eure Ohren sind offen. Genug dann!"
Dem Wildsteller mar die gegebene längere Frist nicht unlieb.Er hatte schon früher Gelegenheit gefunden, zu bemerken, daß derTetou-Chef einer von Denen war, deren kühner Geist die Schran-ken überspringt, welche Gewohnheit und Erziehung den Meinungender Menschen in jedem Stande des geselligen Lebens entgegen-stellen. Die Rede des Häuptlings bestätigte ihn von Neuem indieser Vermuthung, so daß er voranssah, er würde einen schwe-rer» Stand mit ihm zu bestehen haben, als mit seinen Begleitern,und nicht so leichten Kaufs von ihm abkommen. Aber das plötz-liche Sichtbarwerden des Felsens, welcher mitten durch die Finster-nis; sich in seiner schroffen holprigen Gestalt zeigte, machte dempeinlichen Verhör mit Einemmalc ein Ende. Mahtvree überließsich von nun an ganz der Ausführung seiner Anschläge auf dieübrige fahrende Habe des Squatters. Ein freudiges Gemurmeldurchlief die Reihen, sobald sie die erste Ansicht des erwünschtenZieles erhielten; dann erstarb das Geräusch, und die leisen Tritteauf dem Grase war Alles, was sich hören ließ.