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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
295
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Bogenschuß weit von den Büschen Halt gemacht; als ihnen aberder Fremde nahe genug gekommen war, so daß sie die tiefe Schat-tirung von roth und braun, womit Zeit und Waldlebcn die na-türliche Farbe eines bleichen Gesichts überzogen hatte, unterscheidenkonnte», zogen sie sich allmählig so weit von der verdächtigenStelle zurück, bis sie sich außer Fenergewehr-Schußweite, undfolglich von dieser Seite in Sicherheit befanden.

Inzwischen kam der alte Mann immer näher, und blieb nurdann stehen, als er sich ihnen vernehmlich machen konnte. Jetztstellte er das Gewehr beim Fuß, hielt die offene Hand entgegen,zum Zeichen des Friedens, und nachdem er seinen Hund beschwich-tigt hatte, welcher ans den Trupp der Wilden hinblickte, als er-kenne er unter ihnen Diejenigen, welche seinen Herrn gefangengenommen hatten, redete er die Sioux in ihrer Sprache an:

Meine Brüder sind willkommen," sagte er, sich verschlagenerWeise als den Eigenthnmsherrn des Bodens, auf welchem sie stan-den, betragend, und die gastlichen Pflichten erfüllend.MeineBrüder sind weit von ihren Dörfern, und hungrig. Wäre esihnen genehm, mir in meine Hütte zu folgen, dort zu essen undausznrnhen?"

Kaum war der Ton seiner Stimme gehört worden, als einJauchzen und Frcndenjubel von einem Dutzend Wilde» dem scharf-sinnigen Wildstcller die Ueberzengnng gab, daß man ihn wiederer-kannt habe. Dieß war ihm nichts weniger als angenehm, alleines war zum Umkehren zu spät, und so benutzte er die augenblick-liche verwirrte Bewegung unter ihnen, denen Wencha nähere Auf-schlüsse gab, um immer näher zu kommen, und sich dem furcht-baren Mahtoree gerade gegenüber zu stellen. Dieses war diezweite Unterredung, die unter beiden ausgezeichneten Männernstattfand. Es fehlte ihnen beiderseits nicht an der gewöhnli-chen Behutsamkeit der Gränzbewvhner. Eine Minute lang standensie schweigend, und sahen einander an. Endlich fragte der Häupt-