Druckschrift 
4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
232
Einzelbild herunterladen
 

232

der ängstliche Gatte seine Zuflucht zu den gewöhnlichen Kennzei-chen eines Zuges, um den Flüchtigen ans die Spur zu kommen.Dieß ward ihm nicht schwer, bis ans den Punkt, wo der harte,spur- und geleislose Boden der wellenden Prairicn anfing. Hierhörten alle seine Richtwcisungen auf; er sah sich zuletzt bewogen,sein Gefolge zu theilen, und Allen einen gemeinschaftlichen Sam-melplatz für den entfernten Tag zu bestimmen, um dadurch, daßer die Anzahl der spähenden Augen vervielfältigte, desto leichterans die Entdeckung der Spur zu gelangen.

Auf diese Weise war er, für seine Person, schon acht Tageallein umhergeirrt, als ihn der Zufall auf den Wildstellcr undden Bienenjäger stoßen ließ. Znm Theil ist ihr Zusammentreffenerzählt worden, und der Leser kann sich ohne Mühe die Aufschlüssedenken, welche auf seine Erzählung folgten, und ihm, wie wirgesehen haben, zu dem Anffiuden seiner geliebten Braut verhalfen.

Sechzehntes Kapitel.

Die Zeichen sind Bestät'gung ihrer Flucht.

Deßfalls, ich bitt' Euch, lasset ab vom Reden,

Besteigt die Roste flugs. -

Shakespeare.

Ai hastigen Fragen und Antworten, fast ohne Zusammenhangsich folgend, war eine Stunde vorübergeschlichen, ehe Middleton,der über seinen wiedereroberten Schatz mit eben der eifersüchtigenSorge wachte, mit welcher ein Geiziger seinen Geldkasten hütet,nachdem er die ab- und oft unterbrochene Erzählung seiner eige-nen Begebenheiten beendigt hatte, seine Jnez fragte:

Sage mir, Liebe, ans welche Weise hat man dich behandelt?"

In allen Stücken," war die Antwort,außer der Haupt-sache, meiner grausamen Trennung von meinen Freunden, so gut,als es die Umstände meiner Räuber gestatten konnten. Meiner