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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Bis jetzt hatten die Söhne die Hunde gekoppelt, ließen sieaber ans das Geheiß der Mutter los, und trieben sie mit der ge-wöhnlichen Hetzstimme an. Da schien es aber, als hielte den alternHund etwas Außerordentliches zurück, irgend ein geheimes Gefühloder die Erfahrung, die ihm zu rasche Unternehmungen untersagte.Als er nämlich nur noch einige Ruthen vom Rande des niedernGebüsches entfernt war, hielt er plötzlich im Laufe an, blieb stehen,zitterte an allen Gliedern, und schien eben so unfähig, vorwärtsals rückwärts zu gehen. Er achtete nicht auf das Antreiben derJünglinge, und beantwortete es nur durch Heulen und Winseln.Eine Minute lang zeigte sich der junge Hund ebenfalls stutzig;allein weniger erfahren oder leichter gereizt, ließ er sich endlichbewegen, weiter vorzngehen und endlich in das Gebüsch zu dringen.Jetzt aber vernahm man ein ängstliches, erschrockenes Geheul, undin der nächsten Minute brach er aus dem Dickicht hervor, und fingan, die Stelle zu umkreisen, gerade wie vorhin, und eben sowild und unstät.

Habe ich einen Mann unter meinen Söhnen?" fragte dieerhitzte Esther.Gebt mir ein besseres Gewehr, als meine Kin-derflinte, und ich will euch zeigen, was ein Gränzweib vermag!"

Bleibt, Mutter," riefen jetzt Almer und Envch;wollt Ihrdas Geschöpf sehen, so wollen wir es Euch heraustreiben."

So pflegten die Söhne immer zu sprechen, nicht, mehr undnicht weniger; selbst bei wichtigeren Veranlassungen. Hatten sieaber einmal die Redensart gebraucht, und ein Versprechen in diesenWorten von sich gegeben, so galt es für eine Bürgschaft, die sieum Alles in der Welt nicht würden ungelöset gelassen haben. Siesetzten nnn mit großer Sorgfalt ihre Waffen in Bereitschaft, undrückte» in das Strauchwerk ein. Nerven von Jünglingen, welcheweniger abgehärtet sind, als die unserer Gränzbewvhner, würdenvor den Gefahren des Unternehmens gezuckt und gezittert haben;denn je weiter diese vordrangen, desto kläglicher und bedenklicher