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gräßlichste Schauspiel der Unordnung in den Lüften darstellend.Ueber dem niedrigen Farrenkrante suchten die flatternde» VögelSchutz; kaum siel, auf den Flügeln erhaltend; bisweilen mit demWindstrom im Streit, und so nahe als möglich am Boden ver-bleibend, um der Gewalt zu widerstehen; bisweilen sich höher imDickicht erhebend, welches sic jedoch nicht verlassen wollten, weilAnge und Instinkt ihnen sagten, sie muffen den Ort so lange be-wachen, bis die Stunde schlüge, welche ihnen den Raub über-liefern würde.
Jsmacl stand einige Minuten mit Weib und Kindern fest aneinander gedrängt, und staunend über den Anblick, der sie zugleichmit sonderbarer Furcht und dem Gefühle erfüllte, die eine todten-ähnliche Stille hervorbringt. Endlich brach Esthers Stimme durchdas tiefe Schweigen, und erinnerte die verstummenden Zuschaueran die Nothwendigkeit, ihre Zweifel ans eine ihrer Mannhaftigkeitmehr Ehre bringenden Weise zu lösen, als durch nnthätige Be-obachtung der Gegenstände.
„Ruft die Hunde an!" rief sie, „ruft sie zurück; lasset sic indas Dickicht ein; Eurer sind genug, wenn ihr nur den Muthnicht verloren habt, mit dem ich weiß, daß ihr geboren seid,sämmtliche Bären westlich vom großen Fluß zu bezähmen. Nockeinmal, ruft die Hunde ein, Enoch, Abncr, Gabriel! Hat cnckdenn das Wunder eben so taub gemacht, als stumm?"
Einer von den Jünglingen that, was die Mutter begehrte.Es glückte ihm, die Hunde von der Stelle abznrnfen, um welchesie nicht aufgehört hatten, zu kreisen, hierauf führte er sie anden Rand des Dickichts.
„Hetzt sie hinein," rief jetzt die Mutter weiter, „jagt sie hinein,Jungens, und ihr, Jsmael und Abiram, wenn sich ja etwasGefährliches zeigen sollte, so beweiset es mit euren Flinten, daßihr brave Gränzmänner seid; oder fehlt es euch an Mnth, so willIch euch vor den Augen aller Kinder zu Schanden machen."