seinem Essen verlangen, so hnngrig, wie ein Bär nach seinemWinterschlaf. Sein Magen geht so gnt, wie die beste Uhr inKentucky, und selten braucht er, wie die, erst aufgezogen zu wer-den, um die Zeit anzusagen, ob's bei Tage ist oder bei Nacht.Essen kann Asa immer, und nun gar, wenn er ausgehungert ist!"
Jsmael blickte ernst im Kreise seiner schweigenden Söhne um-her, ob einer von ihnen es übernehmen möchte, etwas zu Gunstendes abwesenden Verbrechers zu sagen. Jetzt aber, wo kein beson-derer Grund vorhanden war, ihr schlummerndes Temperamentaufzuregen, schien cs doch zu viel verlangt, daß sie ihren rebelli-schen Bruder vertheidigen sollten. Abiram indessen, der seit derAussöhnung eine edlere Theiluahme für den, welcher noch vorKurzem sein Gegner gewesen, entweder wirklich fühlte, oder dochzu fühle» vorgab, schien eine Besorgnis; ansdrückeu zu wollen,welche den Anderen ganz fremd war.
„Wenn nur der Junge den Tctons entwischt ist," murmelteer. „Es würde mich wahrhaftig grämen, wenn Asa, der docheiner unsrer Wackersten ist, was Herz und Hand anbetrifft, wennder in die Hände der rothcn Teufel gefallen wäre."
„Kümmere dich, Abiram, um dich allein, und spare deineLunge," sagte der Squatter: „anstatt damit die Weiber zu schreckenund ihre Mädels. Ellen Wade's Gesicht ist schon ganz weis; ge-worden. Sieht sie nicht so bleich aus, als starrte sic eben auf dieIndianer selbst, die Ihr erwähnt, oder wie vorhin, als ich zuihr mit der Flinte sprechen mußte, weil meine Worte nicht bis zuihr hindrangen. Wie war es, Nell? Du hast noch immer keinenrechten Grund angegeben, woher du so taub warst?"
Die Farbe auf Ellens Wangen änderte sich eben so plötzlich,als die Flinte des Squatters vorhin losgegangeu war, indem dasglühende Roth ihr Gesicht überzog, bis sogar Hals und Brustdamit übcrfärbt waren. Sie senkte den Kopf, schien aber ihmzu antworten nicht für nöthig zu erachten."