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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Aufbruch harrend. Die Augen der ängstlichen und so eng bethei-, ligten Gefangenen sahen, von ihrem schon beschriebenen Stand-punkte auf der kleinen Anhöhe herab, nichts als das feierlicheBild einer, nur halb von den ans einer Wolke vordämmerndenStrahle» des Mondes erhellten Wüste. Der Platz, wo das Lagersich befand, war durch ein noch tieferes Dunkel bezeichnet, alswelches ringsumher die Gründe beschattete, deren Höhenstreifendoch hie und da lichter glänzten. Sonst rings in weiter Fernedie tiefe, durch nichts gestörte Ruhe einer Einöde.

Für die aber, welche wußten, was unter diesem Mantel derStille und der Nacht brütete, war es ein Auftritt der gewaltigstenAufregung. Ihre Spannung wuchs immer,, als Minute nachMinute verstrich, und nicht der geringste Ton des Lebens aus derruhigen Finsterniß um das Gebüsch hervorbrach. Paul athmeteimmer lauter und tiefer, und mehr als einmal schreckte Ellenzusammen, wenn sie, sich an seinen Arm hängend, die kräftigeGestalt zittern fühlte.

Wie es mit Wencha's Redlichkeit und Beständigkeit beschaffenwar, davon ist schon gesprochen worden. Der Leser wird dahernicht erstaunen, wenn er hört, daß er der Erste war, welcherdie Regeln, die er sich selbst anferlegt hatte, auch übertrat. Eswar gerade in dem Augenblick, wo wir Mahtoree, kaum seinmächtiges Entzücken beim Anblick der Anzahl und Trefflichkeit derLastthiere des Jsmael unterdrückend, verließen, als der Man»,den er zur Bewachung der Gefangenen ersehen, zu seinem boshaftenVergnügen cs vorzog, die zu martern, die es seine Pflicht war,zu beschützen. Den Kopf dicht an die Ohren des Wildstellers ge-halten, murmelte der Wilde mehr, als daß er flüsterte, hinein:

Wenn die Tetons ihren großen Häuptling von den Händender Lang-Messer verlieren, stirbt Alt wie Jung."

Leben ist ein Geschenk des Wahcondah," klang die ruhigeAntwort;der tattowirte Kriegsmann muß sich seinen Gesetzen so

Die Prairie. 5