schon wieder auf den Beinen. Er wandte sich zuerst nach demkleinen Stalle, wo die Hausthiere eingesperrt waren, indem erauf die früher angegebene Weise dahin kroch.
Das erste Thier, auf das er stieß, veranlaßte ihn zu einemlangen und gefährlichen Verzüge. Das müde Geschöpf, vielleichtdurch seinen geheimen Instinkt belehrt, daß in diesen endlosenWildnissen der Mensch sein sicherster Beschützer sei, war so außer-ordentlich unterwürfig, daß es sich der genauen Prüfung von derHand des Teton willig unterwarf. Unter der weichen Bedeckungfühlte dieser mit unermüdlicher Neugier den zartem Fleisch- undGliederbau des feinen Thieres heraus. Zuletzt aber ließ eres wieder los, da er es nicht für nutzvoll zu seiner Beuteexpedi-tion erfand, und es auch sonst seinem Gaumen zu wenig zu-sprach. Sobald er sich aber unter den Lastthieren fand, fühlteer sich ungemein befriedigt, und kaum unterdrückte er die eigen-thümlichen Ausbrüche der Lust, welche mehr als einmal ihmschon auf den Lippen schwebten. Hier vergaß er alle Fährlichkci-ten und Wagnisse, durch welche er bis zu dieser gefährlichenStelle gedrungen war, und die Wachsamkeit des schlauen undlange geübten Kriegers war für den Augenblick über den Jubeldes Wilden vergessen.
Fünftes Kapitel.
Was, würd'ger Vater, könnten wir verlieren?
— Das Gesetz
Beschützt uns nicht. Weg zarte Rücksicht dann,Wenn solche rohe Masse Fleisch uns drohen darf!
Sei Richter und Vollstrecker.
Cymbeline.
Während der Tetoukrieger auf diese Art sein Werk ansführte,unterbrach auch kein einziger Laut von der umgebenden Haide dieStille. Die ganze Bande lag auf ihren Posten, mit der wohlbe-kannten Geduld ihrer Landsleute auf das Zeichen znm allgemeinen