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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
44
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Viertes Kapitel.

-Mit viel stärkerem Bangen

Sei)' ich de» Kampf, als die ihn eingegangen.

Kaufmann von Venedig.

Aer unglückliche Bienenjäger und seine Gefährten wurdenGefangene eines Volkes, welches ohne Uebertrcibnng die Jsmaelitender amerikanischen Wüsten genannt werden könnte. Seit undenk-lichen Zeiten lagen die Hände der Sioux schwer auf ihren Nach-barn in den Haidesteppen, und selbst noch heute, wo Einfluß undAutorität einer civilisirten Regierung rund um sie her anfängt,gefühlt zu werden, betrachtet man sie als einen gefährlichen undverrätherischen Atamm. Zur Zeit unserer Geschichte war dießnoch viel schlimmer, indem sich selten Weiße in die fernen undunbeschützten Gegenden, wo solch' ein falsches Geschlecht hausete,getrauten.

Trotz der friedlichen Unterwerfung des Wildstellers, kannte erdoch sehr wohl den Charakter der Bande, in deren Hände er ge-fallen. Schwer würde es jedoch auch dem geschicktesten Richterfallen, zu entscheiden, ob mehr die Furcht, Politik oder Ergebungden geheimen Beweggrund des alten Mannes gebildet, als er sichohne Murren den Plünderern hingab. Weit entfernt, irgend gegendie rohe und heftige Art, wie seine Ueberwinder ihr gewöhnlichesGeschäft abthaten, Widerspruch einzulegen, kam er sogar ihrerBegier entgegen, indem er den Anführern solche Gegenstände selbstdarreichte, von denen er glauben konnte, daß sie ihnen die ange-nehmsten sein müßten. Paul Hover dagegen, der buchstäblich eingeraubter Mann war, zeigte den größten Widerwillen, sich derheftigen Freiheit zu unterwerfen, die man mit seiner Person undseinem Eigenthum sich erlaubte. Er machte sogar mehrere außer-ordentlich deutliche Demonstrationen seines Mißbehagens während