43
den Blick des jungen Mannes entnehmen konnte, daß der Ent-deckung kein blutloser Sieg der Wilden Nachfolgen dürfte. Als erseinen Rath nicht beachtet sah, nahm auch der Wildsteller seineMaßregeln, und erwartete mit einer ihm scheinbaren Ruhe undErgebung den Ausgang.
Indessen hatten die Sioux (denn der alte Mann hatte sichnicht im Charakter seiner gefährlichen Besucher getäuscht), ihren,Rath geschloffen, und sich abermals über den Hügelrücken zer-streut, als ob sie nach irgend etwas Verborgenem suchten.
„Die Kobolde haben den Hund gehört!" flüsterte der Wild-steller, „und ihre Ohren sind zu scharf, als daß sie auch in dergrößten Entfernung etwas täuschen könnte. Mehr nieder, nieder,Junge, nieder mit der Nase bis ans die Erde selbst, wie ein schla-fender Hund."
„Lieber auf die Füße und unserer Manueskraft vertraut!" er-widerte der ungeduldige Freund.
Er würde forigefahren habe», aber plötzlich fühlte er denrauhen Griff einer Hand auf seiner Schulter. Als er sich um-drehte, sah er de» dunkeln und grimmigen Blick eines Indianersstier auf ihn gerichtet. Trotz des Erstaunens und seiner ungün-stigen Lage, war der Jüngling keineswegs geneigt, sich sogleichzu ergeben. Schneller als der Blitz aus der Flinte sprang er aufseine Füße und schüttelte seinen Gegner mit einer Kraft, die baldden Streit geendet haben würde, als er sich plötzlich von denArmen des Wildstellers umschlungen fühlte, der alle seine An-strengungen mit einer der seinigen nicht viel geringer» Kraftfruchtlos machte. Ehe er Zeit gewann, seinen Kameraden fürdiesen scheinbaren Verrath zu schelten, standen schon ein DutzendSioux um ihn, und das ganze Kleeblatt mußte sich gefangen ergeben.