„Was wieder, Hektar?" sprach der Wildsteller mit beschwichti-gender Stimme, jedoch vorsichtig mit unterdrücktem Tone. „Wasgibt es, Hund? Sag' deinem Herrn, was gibt cs?"
Hektar antwortete durch neues Knurren, begnügte sich aber,in seinem Lager zu bleiben. Dieß war ein Zeichen, daß er etwasmerke und nicht recht traue, worauf ein so erfahrener Jäger wieder Wildsteller nicht unaufmerksam bleiben durfte. Er sprachwieder zum Hunde und ermunterte ihn durch ein leises Pfeifenzur Wachsamkeit. Das Thier indessen, als sei cs sich bewußt,seine Pflicht schon gethan zu haben, verweigerte hartnäckig, denKopf wieder vom Grase aufzuheben.
„Ein Wink von solchem Freunde ist weit besser, als der Ratheines Mannes!" murmelte der Wildsteller, als er sich behutsamdem jungen Paare näherte, das eben zu ernstlich von dem eigenenGespräche gefesselt wurde, um seine Annäherung zu merken. „Undes mochte wohl Niemand, der sich nicht wie ein thörichter An-siedler sicher dünkt, ihn vernehmen, ohne nach Gebühr darauf zuachten. Kinder," setzte er hinzu, als er nahe genug war seineGefährten anznredeiu „wir sind nicht allein auf diesem gefährli-chen Felde. Es regt sich irgend was, und dcßhalb, zur Schandeunseres Geschlechts sei es gesagt! Gefahr ist nahe."
„Sollte einer von den Söhnen des Gränzwanderers Jsmaelsich aus seinem Nachtlager hcrausstehlen," sprach der junge Bienen-jäger mit großer Lebhaftigkeit und mit einem Tone, der fast wieeine Drohung klang, „so möchte seine Reise mit einem Mal einEnde haben, schneller als er und sein Vater es berechnet haben!"
„Mein Leben darauf, sie sind alle bei den Gespannen," ant-wortete schnell das Mädchen. „Ich sah sie selbst alle schlafen,bis auf die zwei auf Wache, und ihre Natur müßte sich ganzgeändert haben, wenn auch sie nicht in diesem Augenblick voneiner wilden Hühnerjagd oder sonst einem lustigen Strauß träumen."
„Irgend ein Thier mit starkem Geruch, Vater, mag zwischen