verläßt," sagte Ellen mit einer Hastigkeit, welche verrieth, daß siehier die Seltsamkeit, wo nicht gar die Unschicklichkeit seinerFordernng fühlte. „Dn kannst Nichts mir zu sagen haben, wasnicht die ganze Welt hören dürfte."
„So will ich doch von Hummeln zu Tode gestöcken werden,wenn ick die Launen und Einfälle eines Weibes verstehe! Wasmich betrifft, Ellen, so kümmre ick mich um Nichts und Niemand,und bin eben so bereit, mit dir hinunter zu gehn, da wo deinOheim — wenn du den Oheim nennen kannst, mit dem du, ichmöchte es schwören, nicht einmal verwandt bist — seine Pferdegekoppelt hat, und will dem alten Manne Alles vertrauen, wiees erst in einem Jahre geschehen sollte. Du hast nur ein einzigWort zu sagen und es ist geschehen, mag's ihm gefallen oder nicht."
„Du bist immer so auffahrend und stürmisch, Paul Hover,daß ich selten weiß, ob ich mit dir sicher bin. Wie kannst du,da du die Gefahr kennst, wenn man uns zusammen sieht, nurdavon sprechen, daß ich mit dir zum Onkel und seinen Söhnengehen soll?"
„Hat er Etwas gethan, wovor er sich zu sckämen hat?" fragteder Wildsteller, der keinen Zoll von seinem früher inne gehabtenPlatze gewichen war.
„Der Himmel behüte! Aber cs sind Gründe, wcßhalb er geradejetzt sich nicht sehen lassen darf. Es brächte ihm keine Schande . . . .es darf aber nicht gesagt werden.... Und wenn Ihr nur einwenig warten wollt, alter Vater, bei jenem Weidenbusch, bisich angehört, was mir Paul etwa sagen kann, so komme ich ge-wiß nach, und wünsche Euch gute Nacht, ehe ich in unser Lagerzurückkehre."
Der Wildsteller ging langsam bei Seite, zufrieden mit denetwas unznsammenhängenden Gründen, die Ellen dafür angeführt,daß er sich zurückziehen solle. Als er vollkommen so weit entferntwar, daß er nichts von dem ernsten und eiligen Gespräch, was