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„Aus welcher Wolke seid Ihr, mein guter alter Mann, herab-gefallen," sagte er iu einer so offenen, treuherzigen Weise, dienicht erlogen sein konnte. „Oder lebt Ihr wirklich hier in denHaiden?"
„Ich habe lange ans Erden gelebt, und niemals, hoffe ich,dem Himmel näher, als in diesem Augenblick," erwiederte derWildstellcr. „Meine Wohnung, wenn man das eine Wohnungnennen kann, ist nicht weit entfernt. Kann ich mir nun auchdie Freiheit gegen Euch erlauben, die Ihr Euch so offen gegenAndere genommen habt? Wo kommt Ihr her, und wo ist EureHeimath?"
„Sachte, sachte; wenn ich mit meinem Katechismus zu Endebin, wird es Zeit sein, mit dem Euren anznfangen. Wonachjagt Ihr, mein guter Mann, bei Mvndenlicht? Zn einer solchenStunde geht es doch nicht ans die Büffel los?"
„Ich komme, wie Ihr seht, ans einem Lager von Reisenden,welches dort oberhalb jener Landwelle liegt, und gehe nach mei-ner Hütte. Daran thne ich Niemand Unrecht."
„Alles schön und wahr. Und Ihr nähmet dieses junge Mäd-chen, Euch den Weg zu zeigen, weil sie ihn so gut kennt, undIhr so wenig davon wisset?"
„Ich traf sie, so wie Euch, durch Zufall. Denn zehn mühe-volle Jahre habe ich auf diese» offenen Feldern gewohnt, und nievor diesem Abend stieß ich auf menschliche Wesen mit weißer Hautzu solcher Stunde. Stört meine Anwesenheit hier, so thut esmir leid, und ich will meines Weges gehen. Es ist mehr alswahrscheinlich, daß wenn Eure junge Freundin ihre Geschichteerzählt hat, Ihr der meinigen besser glauben werdet."
„Freund!" sprach der Jüngling, indem er eine Pelzmütze ab-zog, und mit den Fingern langsam durch die dichten, schwarzenLocken fuhr, „wenn ich jemals vor dieser Nacht das Mädchen sah,so will ich . . . ."