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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
29
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Nein," sagte er, mehr zu sich, als zu seiner furchtsamenGefährtin,sie hat recht; es braucht kein Blut, um Eines Lebenzu retten, der nicht mehr dafür taugt und bald abgernfen wird.Laß ihn herankommen. Laß ihn kommen; meine Felle, meineSchlingen und selbst meine Flinte soll ihm gehören, wenn er eswerth hält, sie zu fordern."

Er wird sie nicht fordern, er braucht sie nicht," erwiedertedas Mädchen;als ein ehrlicher Mann ist er mit der eigenenzufrieden, und verlangt keines Fremden Eigenthum."

Der Wildsteller hatte keine Zeit, sein Erstaunen über so un-zusammenhängende und sich widersprechende Reden anszndrücken,denn der Mann war so nahe gekommen, daß er nur noch fünfzigSchritte von ihnen entfernt stand. Inzwischen hatte Hektorkeinen gleichgültigen Zeugen des Vorfalls abgegeben. Beim Schallder fernen Fußtritte war er von dem warmen Lager zu den Füßenseines Herrn aufgesprungen, und schlich, als der Fremde ihnenfrei entgegen kam, langsam auf ihn zn, indem er sich auf dieErde schmiegte, wie der Panther, der seinen Sprung thnn will.

Ruft Euren Hund zurück!" rief eine feste, tiefe, männlicheStimme, mehr im Tone der Freundschaft, als der Drohung.Ich liebe die Hunde, und es sollte mir leid thnn, müßte ich demThiere was zufügen."

Hörst du, mein Hund, was er von dir sagt?" sprach derWildsteller,komm' her, Narr. Sein Knurren und Klaffen, dasist Alles, was ihm übrig geblieben. Kommt nur näher, Freund,der Hund hat keine Zähne."

Der Fremde benuyte sogleich die Nachricht. Eilig sprang erheran, und stand im nächsten Augenblick an Ellen Wade's Seite.Nachdem er sich durch einen schnellen, scharfen Blick überzeugt,daß sie es sei, wandte er sich mit einer Schnelle und Ungeduld,die von seinem Interesse dabei zeugte, zu einer ähnlichen Prüfungihres Gefährten.