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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Zweites Kapitel.

Schlagt auf mein Zelt! Hier lieg' ich diese Nacht.

Wo aber morgen? Das ist Alles eins.

Richard HI.

Die Reisende» entdeckten bald, daß die gewöhnlichen nnd nietäuschenden Anzeigen jener in ihrer Lage nvthigen Gegenständenicht fern waren. Ein klarer, mnrmelnder Quell rieselte von Ver-einen Seite des Abhangs, nnd indem er sich mit ähnlichen Brünn-lein aus der Nachbarschaft vereinigte, bildeten sie zusammen einenkleinen Bach, de» man leicht mit dem Auge meilenweit ans derHaide verfolgen konnte, da an seinem befeuchteten Rande hie undda etwas Grünes vorschoß. Diesem entlang führte der Fremde,dem das Zugvieh willig folgte, vvm Instinkte belehrt, daß Er-frischung und Ruhe hier zu finden wären.

Als er den Flecken erreichte, der ihm angemessen schien, hieltder alte Mann inne, nnd schien mit einem feinen Blick zu fragen,ob der Ort wohl die nöthigen Bequemlichkeiten enthalte. DerFührer der Auswanderer warf seine Angen bedächtig umher, unduntersuchte den Play mit dem scharfen Blick Jemandes, der voll-kommen auf eine solche Frage zu antworten versteht, obgleich aufdie zögernde und prüfende Weise, die ihn niemals einen voreili-gen Entschluß fassen ließ.

Ei, das mag gehen," sprach er, als er mit der Prüfung zu-frieden war.Jnngens, ihr habt die Sonne nntergehen sehen,nun frisch auf!"

Die jungen Leute zeigten ihre Folgsamkeit gegen die Weisungauf eine eigene Art. Der Befehl denn ein solcher war es nachGeberde nnd Ton der Stimme wurde zwar mit Ehrfurchtempfangen, aber das Aeußerste, was geschah, war, daß eine oderzwei Aexte von den Schultern herabfielen, während die Besiherdersclben mit regungslosen Blicken fortfnhren, die Stelle anzngaf-fen. Zugleich machte auch der ältere Reisende, längst vertrautmit der Natur der seine Kinder beherrschenden Antriebe, sich frei