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verhaßt und sie mag sie nicht ansehen. Stein! laß Jnne sterbenüber dem Grabe ihres Gatten/'
„Das geht nicht — das darf nicht sehn. Es ist gegen Ver-nunft und Recht. Tu glaubst an den Manitou, June?"
„Er hat sein Gesicht vvr Jnne verbergen, weil er zornig ist.Er bat sie allein gelassen, nm zu sterben."
„Höre auf einen Mann, der seit lange die Natur der Roth-häute kennt, obgleich er von Geburt ein Weißer ist und weiße Gabenbesitzt. Wenn der Manitou eines Blaßgcsichts etwas Gutes in demHerzen eines Blaßgesichts hervorbringcn will, so schickt er ihmLeiden; denn in unsrem Kummer, June, blicken wir mit scharfenAugen in unser Inneres — mit den schärfsten, wenn cs sich nmUnterscheidung von Recht oder Unrecht handelt. Der große Geistwill dir wohl und hat den Häuptling hinweggenommen, damit dichseine listige Zunge nicht irre leite und dein Charakter nicht der einerMingv werde, wie du bereits schon in ihrer Gesellschaft warst."
„Arrowhead war ein großer Häuptling," crwiederte die In-dianerin mit Stolz.
„Er hatte seine Verdienste — gewiß; doch hatte er auch seineFehler. Aber June, du bist nicht verlassen und wirst es auch nichtso bald sehn. Laß deinen Schmerz austoben, laß ihn der Naturgemäß austobcn, und wenn die geeignete Zeit kömmt, will ich dirmehr sagen."
Pfadfinder ging nun zu seinem Kahne und verließ die Insel.Im Verlauf des Tages vernahm June ein- oder zweimal denKnall seine. Büchse, und beim Untergang der Sonne erschien erwieder mit Vögeln, die bereits mit einem Wohlgeschmack zubereitetwaren, welcher den Appetit eines Epicuräers hätte in Versuchungführen können. Diese Art von Verkehr dauerte eine» Monat,während welcher Zeit June es hartnäckig verweigerte, das Grabihres Gatten zu verlassen, obgleich sie die freundlichen Gaben ihresBeschützers schweigend hinnahm. Hin und wieder sprachen sie mitDer Pfadfinder. 3. Aufl. 39