„Alles zu verkaufen, Vaterland, Seele, Leib, Mabel und alleunsere Skalpe; und ich wette, er nahm es nicht genau damit, werder Käufer sey. Diesmal waren die Landsleute des Kapitän Kiesel-herz die Zahlmeister."
„Das sieht ihnen ganz gleich; immer bereit, zu kaufen, wennsie nicht zuschlagen könne», und wenn Keines von Beiden angeht,davon zu laufen."
Monsieur Sanglier lüpfte seine Mütze mit spöttischem Ernstund erkannte das Compliment mit einem Ausdruck höflicher Ver-achtung an, der jedoch bei einem so stnmpfsiunigen Gegner verlorenging. Aber Pfadfinder hatte zu viel angeborne Artigkeit und zuviel Gerechtigkeitssinn, um den Angriff unbeachtet vorübergehen zulassen.
„Nun, nun," warf er ein, „ich finde da im Grunde keinengroßen Unterschied zwischen einem Engländer und einem Franzosen.Ich gebe zwar zu, sie sprechen eine verschiedene Sprache und lebenunter verschiedenen Königen; aber Beide sind Menschen und fühlenwie Menschen, wenn sich eine Gelegenheit dazu bietet. Wenn derFranzose bisweilen scheu ist, so ist cs der Engländer auch, undwas das Davonlaufen anbclangt — ei, das wird ein Mensch hinund wieder eben so gut thnn, als ein Pferd, mag er von wasimmer für einem Volke sehn."
Kapitän Kieselherz, wie ihn Pfadfinder nannte, verbeugte sichwieder; aber dießmal war sein Lächeln freundlich und nicht spöttisch,denn er fühlte, daß die Absicht gut war, mochte auch die Art,wie sic ansgedrückt wurde, seyn, welche sie wollte. Da er aberzu sehr Philosoph war, um, was ein Mann wie Cap dachte odersagte, zu beachten, so vollendete er sein Frühstück, ohne seine Aufmerk-samkeit wieder von diesem wichtigen Geschäfte ablcnken zu lassen.
„Ich bin hauptsächlich wegen des QnartiermeisterS hergekom-men," fuhr Cap fort, nachdem er das Benehmen des Gefangeneneine Weile betrachtet hatte. „Der Sergeant muß seinem Ende