566
nahe scyn, und ich vermnthete, er könnte wünschen, seinem Amts-nachfolger noch etwas vor seinem Hingang mitzutheilen. Es istaber zu spät, wie es scheint: und wie ihr sagt, Pfadfinder, istder Lieutenant in Wirklichkeit ihm vorausgegangen."
„Das ist er, ja — obgleich auf einem ganz anderen Pfade.Was das Amt anbelangt, so hat jetzt, glaube ich, der Corpora!ein Recht auf das Commando der noch übrigen, kleinen, geplackten— um nicht zu sagen geschreckten — Mannschaft des Fünfundfünf-zigsten. Doch wenn etwas gethan werden muß, so ist großeWahrscheinlichkeit vorhanden, daß ich dazu berufen bin. Ich denkeaber, wir haben nur unsere Todten zu begraben und das Block-haus mit den Hütten in Brand zu stecken, da sic sich wenigstensihrer Lage, wenn auch nicht dem Rechte nach auf dem feindlichenGebiete befinden und nicht zum Dienste des Feindes stehen bleibendürfen. Wir werden sie ohne Zweifel nicht wieder benützen, dennda die Franzosen die Insel anfzufindcn wissen, so hieße das mitoffenen Augen in eine Wolfsfalle greifen. Für diesen Thcil unsrerVerrichtung will ich mit Serpent sorgen, denn wir find sowohl imRückzug, als im Angriff geübt."
„Alles das ist ganz rechr, mein guter Frennd; aber was mei-nen armen Schwager anbelangt — obgleich er ein Soldat ist —so können wir ihn, nach meiner Ansicht, doch nicht ohne ein Wortdes Trostes und ohne Lebewohl hinüber gehen lassen. Es ist injeder Hinsicht ein unglückseliger Handel gewesen, obgleich sich einsolches Ende voranssehen ließ, wenn man die Zeitverhältniffe unddie Beschaffenheit dieser Schifffahrt ins Auge faßt. Doch, wirmüssen's uns gefallen lassen und wollen nun den Versuch machen,dem würdigen Mann vom Ankergrunde wegznhelfen, ohne seineGienen allzusehr anzuspanncn. Der Tod ist im Grunde eben einUmstand, Meister Pfadfinder, und zwar ein Umstand von sehr all-gemeinem Charakter, da wir Alle früher oder später ihm folgenmüssen."