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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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Nein, ich habe mich nicht getäuscht; es ist gewiß Jemandunten ein Leidender."

Pfadfinder mußte jetzt zugestchen, daß die scharfen SinneMabels sich nicht getäuscht hatten. Er empfahl ihr jedoch vorsorg-lich, ihre Gefühle zu unterdrücken, und erinnerte sie, daß dieWilden allen Kunstgriffen aufzubicten gewöhnt sehen, um zu ihremZwecke zu gelangen, und daß es mehr als wahrscheinlich seh, manwolle sie durch ein verstelltes Stöhnen ans dem Blockhaus locken,oder doch zum Oeffnen der Thüre veranlassen."

Nein, nein, nein!" sagte Mabel hastig:cs liegt keine Arglistin diesen Tönen; sie kommen aus einem leidenden Körper, wennnicht aus einer gcängstigtcn Seele; sie sind schreckhaft natürlich."

Nun, wir werden bald sehen, ob ein Freund da ist, odernicht. Verbergen Sie das Licht wieder, Mabel; ich will mit derPerson durch die Schießscharte sprechen."

Nach Pfadfinders Urtheil und Erfahrung war selbst zur Aus-führung dieses einfachen Vorhabens keine geringe Vorsicht nöthig,denn er wußte, daß mancher Sorglose schon erschlagen wurde, weiles ihm an der nöthigen Achtsamkeit auf dasjenige gebrach, wasdem Unwissenden als ein übertrieben vorsichtiges Schutzmittel er-scheinen mochte. Er brachte seinen Munv nicht an die Schieß-scharte selbst, aber doch so nahe an dieselbe, daß er verstandenwerden konnte, ohne die Stimme zu verstärken, und die gleicheSorgfalt beobachtete er im Betreff seines Ohres.

Wer ist unten?" fragte Pfadfinder, als alle Vorkehrungennach seinem Wunsche getroffen waren.Ist es irgend ein Be-drängter? Wenn cs ein Freund ist, so mag er kühn sprechen undans unfern Beistand bauen."

Pfadfinder;" antwortete eine Stimme, welche beide, Mabelund der Angeredete sogleich als die des Sergeanten erkanntenPfadfinder, sagt mir doch um Gottes willen, was aus meinerTochter geworden ist?"