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haben Recht! wenn ich überlege, was ich bin, wie wenig ich weißund wie roh mein Leben gewesen ist, so habe ich ein geringesVertrauen auf meine Ansprüche, nur einen Augenblick an ein sogut erzogenes, heiteres, frohsinniges und zartes Mädchen denke»zu dürfen."
„Ihr vcrgeßt das ,schon';" unterbrach ihn Mnir auf eineetwas rohe Weise.
„Ja, schön ist sie auch, fürchteich," erwiederte der bescheideneund anspruchlose Wegweiser. „Ich hätte die Schönheit bei ihrenübrigen Eigenschaften mit berühren sollen; denn das junge Reh,das eben erst Hüpfen lernt, hat in den Augen eines Jägers nichtmehr Anmuth, als Mabcl in den meinigen. Ich fürchte in derThat, daß alle Gedanken an sie, welche ich in mir beherberge,eitel und anmaßend sind."
„Wenn Ihr vielleicht aus natürlicher Bescheidenheit das vonEuch selbst glaubt, mein Freund, so halte ich es für meine Pflicht,um unserer alten Kameradschaft willen Euch zu sagen —"
„Quartiermeist'er," unterbrach ihn der Andere mit einem durch-dringenden Blicke, „Sie und ich haben lange mit einander hinterden Wällen des Forts gelebt, aber sehr wenig draußen in denWäldern, oder im Angesichte des Feindes."
„Garnison oder Zelt — beides gilt, wie Ihr wißt, Pfadfinder,für einen Theil des Feldzuges. Zudem fordert mein Beruf, daßich mich mehr in der Nähe der Magazine aufhalte, obschon dießganz gegen meine Neigung ist, wie Ihr Wohl denken könnt, daIhr selber die Glut des Kampfes, in Euern Adern fühlt. Aber wennIhr gehört hättet, was Mabel eben von Euch sagte, so würdet Ihrkeinen Augenblick mehr daran denken, Euch dieser über alle Verglei-chung frechen und widerspenstigen Dirne angenehm machen zu wollen."
Pfadfinder blickte den Lieutenant mit Ernst an, denn es warunmöglich, daß er nicht ein Interesse an Mabels Aeußerungen hättefühlen sollen; aber er hatte zu viel angeborne Zartheit und wahren