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Pfadfinders nicht so ganz unrichtig beurtheilt, als es auf den erstenAugenblick scheinen mochte. Er kannte die bewährten Eigenschaftendes Mannes, seine Treue, seine Rechtschaffenheit, seinen Muth, seineSelbstaufopferung, seine Nneigennützigkeit zu genau, und die An-nahme war daher nicht so ganz unvernünftig, daß solche hervor-ragenden Zuge einen tiefen Eindruck auf das weibliche Herz übenmüßten, sobald sich nur eine Gelegenheit zu ihrer Entfaltung bot.Der Vater irrte also hauptsächlich nur darin, daß er sich einbildete,die Tochter müsse so zu sagen aus innerer Anschauung bereits kennen,was er durch Jahre langen Umgang als bewährt erfunden hatte.
Als der Pfadfinder und sein kriegerischer Freund den Hügelhinab gegen das Seenfer stiegen, wurde die Unterhaltung nochimmer weiter geführt. Letzterer fuhr fort, dem Ersteren einzureden,daß seine Schüchternheit allein einem vollständigen Erfolge beiMabel in dem Wege stehe, und daß cs nur der Ausdauer bedürfe,um zum Ziele zu kommen. Pfadfinder war von Natur zu be-scheiden und durch das Gespräch mit Mabel auf eine zwar schonende,aber zu unumwundene Weise entmnthigt worden, um all dem, waser hörte, Glauben zu schenken. Der Vater hatte aber so vieleannehmlich scheinende Gründe bei der Hand, und der Gedanke,Mabel doch noch besitzen zu können, enthielt so viel Anziehendes,daß es den Leser nicht überraschen darf, wenn er hört, daß dieserSohn der Natur Mabels Benehmen doch nicht ganz in dem Lichtebetrachten zu müssen glaubte, wie er es zu thuu geneigt gewesenwar. Er glaubte allerdings nicht Alles, was ihm der Sergeantsagte; aber er fing an, zu vermuthen, daß jungfräuliche Scheuund Unbekanntfchaft mit ihren eigenen Gefühlen Mabel veranlaßthätte, sich auf die obenerwähnte Weise auszusprechen.
„Der Quartiermeister ist nicht ihr Liebling," antwortete Pfad-finder auf eine von den Bemerkungen seines Gefährten. „Mabelwird ihn nie anders, denn als einen Mann betrachten, der bereitsVier oder fünf Weiber gehabt hat.
Der Pfadfinder. 3. Aufl.
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