„Das sind wieder einige von Euren alten übcrbescheidenenSerupeln, Pfadfinder, die Euch bei dem Mädchen nicht weiter brin-gen werden. Weiber vertrauen den Männern nicht, wenn diese sichselbst nicht vertrauen, und halten sich an diejenigen, welche gegenNichts ein Mißtrauen haben. Ich gebe zwar zu, die Bescheidenheitist eine Cardinaltngend für einen Reeruten oder für einen jungenLieutenant, der eben zum Regiment gekommen ist, denn sie hältihn ab, einen Unteroffizier auszuzanken, ehe er weiß, ob er einenGrund dazu hat; auch weiß ich nicht gewiß, ob sie nicht auch beieinem Kriegscommiffär oder einem Pfarrer am Orte wäre; aber sicist des Teufels, wenn sie von einem wirklichen Soldaten oder einemLiebhaber Besitz nimmt. Ihr dürft so wenig als möglich mit ihrzu thun haben, wenn ihr ein Weiberherz gewinnen wollt. WasEuren Grundsatz, daß sich nur das Gleiche gefalle, anbelangt, soist er in solchen Dingen so unrichtig, als nur immer möglich.Wenn Gleiches das Gleiche liebte, so würden die Weiber einanderlieben, und dasselbe müßte auch bei den Männern der Fall sehn.Nein, nein; Gleiches liebt Ungleiches—" der Sergeant hatte näm-lich seine Schule nur in der Kaserne und dem Lager gemacht —„und Ihr habt in dieser Hinsicht von Mabel nichts zu fürchten.Betrachtet einmal den Lieutenant Muir; der Mann hat schon fünfWeiber gehabt, wie ich höre, und cs steckt nicht mehr Bescheidenheitin ihm, als in einer neunschwänzigen Katze."
„Lieutenant Muir wird nie der Gatte von Mabel Dnnhamsehn, wenn er auch seine Federn noch so schön fliegen läßt."
„Das ist eine vernünftige Bemerkung von Euch, Pfadfinder;denn ich bin damit im Reinen, daß Ihr mein Schwiegersohn wer-den sollt. Wenn ich selbst ein Offizier wäre, so möchte vielleichtHerr Muir einige Aussicht haben. Aber die Zeit hat eine Thnrezwischen mich und mein Kind gestellt, und ich wünsche nicht, daßes auch noch die eines Offlzierszeltes sehn soll."
„Sergeant, wir müssen Mabel ihrer Neigung folgen lassen.