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Jugend und Gesundheit den Hügel hinab. Aber ungeachtet der Leich-tigkeit ihres Trittes, war doch das Herz des Mädchens schwer, nndsobald das Dickicht sic der Beobachtung entzog, warf sic sich andem Fuße eines Banmes nieder und weinte, als ob ihr das Herzbrechen wollte. Der Sergeant betrachtete sie, bis sie verschwundenwar, mit dem Stolze eines Vaters, und kehrte sich dann mit einemso freundlichen und vertraulichen Lächeln, als ihm seine Gewohn-heit gegen irgend Jemand gestatten mochte, zu dem Wegweiser.
„Sie hat die Leichtigkeit und Rührigkeit ihrer Mutter undetwas von der Kraft ihres Vaters," sprach er. „Ihre Mutterwar, glaube ich, nicht ganz so schön; aber die Dnnhams hielt manimmer für hübsch, mochten cs Männer oder Weiber seyn. Nun,Pfadfinder, ich zweifle nicht, daß Ihr die Gelegenheit nicht ent-schlüpfen ließt, und mit dem Mädchen offen gesprochen habt?Weiber lieben in solchen Dingen die Frcimüthigkeit."
„Ich glaube, Mabcl und ich verstehen einander wenigstens,Sergeant," erwiedcrte der Andere, und schaute nach der entgegen-gesetzten Richtung, um dem Blicke des Soldaten ausznweichcn.
„Um so bester. Es gibt Leute, welche glauben, daß ein Bis-chen Zweifel nnd Ungewißheit der Liebe noch mehr Leben gebe; ichhalte cs aber anit der Offenheit nnd denke, sie führt weit eher zueinem Verständnis!. War Mabcl überrascht?"
„Ich fürchte, ja — Sergeant, ich fürchte, sie war nur allzusehr überrascht, — ja, das fürchte ich."
„Gut, gut! Ueberraschungcn in der Liebe sind, was die Hin-terhalte im Krieg, und ebenso zulässig, obgleich die Ueberraschungeines Weibes nicht so leicht zu erkennen ist, als die eines Feindes.Mabel lief nicht davon, mein Freund — nicht wahr?"
„Nein, Sergeant; Mabel versuchte nicht ausznweichcn; daskann ich mit gutem Gewissen sagen."
„Ich hoffe, daß das Mädchen doch nicht allzuwillig gewesenist? Ihre Mutter that wenigstens einen Monat lang spröde und