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Die verhaltene» Gefühle waren mm nicht mehr zurückzu-drängen, und Thräneu rvlltcn über die Wangen des Kundschafterswie Regengüsse. Seine Finger arbeiteten wieder krampfhaft anseiner Kehle, und seine Brust hob sich, wie unter einer schwerenLast, welche sie unter verzweifelten Anstrengungen abwcrfen wollte.
„Pfadfinder! Pfadfinder!" rief Mabel laut; „Alles, nur dasnicht! Sprecht mit mir, Pfadfinder, lächelt wieder; sagt mir nurein einziges freundliches Wörtchen, zum Beweise, daß Ihr mirvergeben habt."
„Der Sergeant hatte Unrecht," rief der Wegweiser, indem ermitten in seinem Seelenkampf ein Lachen aufschlug, daß seine Ge-fährtin vor dieser unnatürlichen Mischung von Beängstigung und Hei-terkeit zurückbebtc. „Ich wußt' es, ich wnßt' es, und habe es voraus-gesagt; ja, der Sergeant hatte doch Unrecht, wie ich deutlich eiusehe."
„Wir können Freunde seyn, ohne daß wir gerade Eheleutefind," fuhr Mabel fort, welche sich in einem fast eben so verwirrtenZustand befand, wie ihr Gefährte, und kaum wußte, was sie sagte.„Wir können immer Freunde seyn, und wollen es auch stets bleiben."
„Ich dachte mir's immer, daß der Sergeant in einem Jrrthumbefangen sey," fuhr Pfadfinder fort, als er mit gewaltiger An-strengung wieder Herr seiner Bewegungen geworden war, „dennich bildete mir nie ein, daß meine Gaben von der Art festen, ummir die Neigung eines Stadtmädchcns gewinnen zu können. Erhätte besser gethan, wenn er unterlassen hätte, mir das Gegentheilaufzuschwatzen, und cs wäre vielleicht auch besser gewesen, wennSie weniger gefällig und zutraulich gewesen wären; ja, gewiß!das wäre es." -
„Wenn ich dächte, daß ein Jrrthum von meiner Seite, wieunabsichtlich er auch seyn mochte, trügerische Hoffnungen in Eucherweckt habe, Pfadfinder, so könnte ich mir nimmer vergeben; dennglaubt mir, ich möchte lieber alles über mich ergehen lassen, alsEuch leide» sehen."