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möglich der Sache auf den Grund zu gehen. Sie fuhr daher nacheiner kurzen Zögerung fort:
— „Ich meine, Pfadfinder, Ihr wollt mir doch nicht zu ver-stehen geben, daß Ihr mich im Ernste zu Eurem Weibe habenmöchtet?"
„Freilich, Mabel, das ist's; das ist's eben, und Sie haben dieSache in ein weit helleres Licht gestellt, als ich mit meinen Wald-gaben und meiner Gränzweise je fähig gewesen wäre. Der Ser-geant und ich haben den Handel unter der Bedingung abgemacht,daß Sie damit einverstanden festen, und er meint, daß dieses wahr-scheinlich der Fall sestn werde, wenn ich gleich zweifle, ob ich dieEigenschaften besitze, einem Mädchen zu gefallen, welches den beste»Gatten in ganz Amerika verdient."
Mabels Gesicht ging von dem Ausdruck des Unbehagens zudem des Staunens, und dann, in noch rascherer Folge, zu dem desSchmerzes über.
„Mein Vater!" rief sie, „mein lieber Vater hatte den Ge-danken, daß ich Euer Weib werden sollte, Pfadfinder?"
„Ja, den hätte er, Mabel; den hatte er in der That. Erglaubte sogar, diese Sache dürfte Ihnen angenehm sestn, und hatmich so lange ermuthigt, bis ich glaubte, es fest wahr."
„Aber Ihr, — Ihr kümmert Euch gewiß wenig darum, obdiese sonderbare Hoffnung je in Erfüllung gehen wird oder nicht?"
„Wie?"
„Ich meine, Pfadfinder, daß Ihr von dieser Angelegenheitmehr wegen meines Vaters als um eines andern Grundes willenmit mir gesprochen habt, und daß Eure Gefühle keineswegs dabeibetheiligt sind, mag nun meine Antwort ausfallen wie sie will?"
Der Kundschafter blickte mit Ernst in Mabels schönes Antlitz,welches unter der Glut ihrer Gefühle erröthete, und man konnteden Ausdruck der Bewnnderüng, welche sich in jedem Zuge seinessprechenden Gesichtes verrietst, unmöglich verkennen.
Der Pfadfinder. 3 . Aufl, 23