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„Ach, ich fürchte, Mabel, ich habe zuviel von den Gaben derNothhäute mit der Natur eines Blaßgesichts verbunden! Ein solcherMann sollte sich wohl ein Weib aus einem indianischen Dorfe suchen."
„Gewiß, Pfadfinder, — gewiß! es ist nicht Euer Ernst, einso unwissendes, simples, eitles und unerfahrenes Geschöpf, wie ichbin, zum Weibe zu'nehmen?"
Mabel würde noch hinzugeseht haben „und ein so junges;"aber ein instinktartiges Zartgefühl unterdrückte diese Worte.
„Und warum nicht, Mabel? Wenn Sie unwissend sind, wasdie Gränzbräuche betrifft, so kennen Sie mehr angenehme Ge-schichtchen von dem Stadtleben, als wir Alle miteinander. WasSie unter simpel verstehen, weiß ich nicht; wenn cs aber , schön*bedeutet, ach! dann fürchte ich, daß es kein Fehler in meinen Augenist. Eitel sind Sie nicht, wie man aus der Art, mit der Sie mei-nen müßigen Erzählungen von Fährten und Knndschastszügen zu-höre», bemerken kann; und was die Erfahrung anbelangt, so kommtdiese mit den Jahren. Außerdem fürchte ich, Mabel, daß dieMänner über solche Sachen wenig Nachdenken, wenn sie ein Weibnehmen wollen; wenigstens geht es mir so."
„Pfadfinder, Eure Worte — Eure Blicke: — sicherlich, allesdieses ist nur Tändelei, nur Scherz von Euch?"
„Mir ist es immer angenehm, in Ihrer Nähe zu sehn, Mabel,und ich würde in dieser gesegneten Nacht weit gesünder schlafen,als ich die ganze vergangene Woche über gethan habe, wenn ichdenken könnte, daß Sie an solchen Unterhaltungen ebensoviel Ver-gnügen fänden, als ich."
Wir wollen nicht sagen, daß Mabel Dunham sich nicht schonvornweg für den Liebling des Wegweisers gehalten hätte, denn dashatte ihr schneller weiblicher Scharfsinn bald entdeckt und vielleichtauch gelegentlich bemerkt, daß in seine Achtung und Freundschaftsich zugleich auch etwas von der männlichen Zärtlichkeit mische,welche das stärkere Geschlecht, wenn seine Sitten nicht ganz