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zu vernichten drohten: das unablässige Heulen des Windes und dieSchrecken erregende Abtrift. Letztere waren am gefährlichsten; dennobgleich der Send außerordentlich gut Luv unter seinem Segel hielt,und durchaus keinen Windfang hatte, so war er doch so leicht, daßihn die steigenden Wogen bisweilen in reißender Schnelle in ihrLee hinabzuwaschen schienen.
Während dieser Nacht überließ sich Cap einige Stunden einemgesunden Schlaf. Der Morgen dämmerte eben auf, als er sich ander Schulter ergriffen suhlte: wie er sich aufrichtete, sah er denPfadsinder an seiner Seite stehen. Während des Sturmes hattesich der Wegweiser wenig auf dem Verdecke gezeigt, denn seinenatürliche Bescheidenheit belehrte ihn, daß die Leitung des Schiffesnur in den Bereich der Seeleute gehöre, und er war geneigt, denFührern des Send dasselbe Vertrauen zu schenken, welches er vondenen, die ihm durch die Wälder folgten, erwartete. Jetzt aberhielt er eine Einmischung für gerechtfertigt, und vollführte diese inseiner eigenthümlichcn, ehrlichen Weise.
„Der Schlaf ist süß, Meister Cap," sagteer, als dessen Augensich geöffnet hatten und er sich in seine Lage zu finden begann:— „der Schlaf ist süß, wie ich aus eigener Erfahrung weiß; aberdas Leben ist noch süßer. Seht um Euch, und sagt mir, ob dasnicht ein Augenblick ist, wo ein Befehlshaber auf seinen Beinenseyn muß."
„Wie, wie — Meister Pfadfinder?" brummte Cap in denersten Augenblicken des wiederkehrenden Bewnßtseyns. „Habt IhrEuch auch auf die Seite der Murrenden geschlagen? Auf demLande bewunderte ich Eure Klugheit, die Euch über die gefähr-lichsten Untiefen ohne Compaß wegsührte; und seit wir ans demWasser sind, hat mir Eure Mäßigung und Ergebung ebensowohlgefallen, als die Zuversicht, mit der Ihr auf Euerm eigenenBoden auftratet. Ich hätte eine solche Aufforderung von Euch amwenigsten erwartet."