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„Ich verstehe Euch, Tuscarora. Das Weib fiel in die Händeder Mingos, und Ihr bliebt auf ihrer Fährte."
„Pfadfinder kann einen Grund so leicht sehen, als er dasMoos der Bäume sicht. Es ist so."
„Seit wie lange habt Ihr das Weib wieder zurückcrhalten,und in welcher Weise ist dieses geschehen?"
„Zwei Sonnen. Dew ofJune ließ nicht lange auf sich warten,als ihr Gatte ihr den Pfad zufiüsterte."
„Gut, gut, alles dieses scheint mir natürlich und der Eheangemessen. Aber, Tuscarora, wie erhieltet Ihr diesen Kahn, undwarum rudert Ihr dem S. Lvrenzo zu, statt gegen die Garnison hin?"
„Arrowhead weiß sein Eigcnthum von dem eines andern zuunterscheiden. Der Kahn ist mein; ich fand ihn an dem Ufer,nahe an dem Fort."
„Auch das klingt vernünftig; denn zu einem Kahn gehört einMensch, und ein Indianer gibt nicht viele Worte aus, wenn er sichetwas aneignen will. Es ist aber doch nicht in der Ordnung, daßwir von dem Burschen und seinem Weib nichts gesehen haben, dadoch der Kahn den Fluß vor uns verlassen haben muß."
Dieser Gedanke, der dem Wegweiser plötzlich durch die Seelefuhr, wurde nun dem Indianer in der Form einer Frage vorgelegt.
„Pfadfinder weiß, daß ein Krieger Scham haben kann. DerVater würde mich nach seiner Tochter gefragt haben, und ich konntesie ihm nicht geben. Ich schickte Dew of June nach dem Kahneaus, und Niemand redete das Weib an. Ein Tuscarorawcib wagtes nicht, mit fremden Männern zu sprechen."
Alles dieses war annehmbar, auch dem Charakter und den Ge-wohnheiten der Indianer gemäß. Wie gewöhnlich, hatte Arrow-head die Hälfte seiner Belohnung zum Voraus erhalten, als erden Mohawk verließ, und es war ein Beweis von dem Bewußtseyngegenseitiger Rechte, welches oft eben so bezeichnend für die Moralder Wilven, als die der Christen ist, daß er es nicht wagte, den
Der Pfadfinder. 3. 'Aufl. 19
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