„Folgen die Blaßgesichtsweiber ihren Männern nicht? WürdePfadfinder nicht zurückgeblickt haben, um zu sehen, ob die, welcheer liebte, komme?"
Diese Berufung traf den Wegweiser gerade in der günstigstenGemüthsstimmung, um ihre Kraft fühlbar zu machen; denn Mabel,ihre gewinnenden Eigenschaften und ihre Entschlossenheit warenbereits zu Bildern geworden, mit denen sich seine Gedanken ver-trauter gemacht hatten. Obgleich der Tuscarora den Grund nichterrathen konnte, so sah er doch, daß seine Entschuldigung ange-nommen wurde, und erwartete mit ruhiger Würde die weitereUntersuchung.
„Das ist vernünftig und natürlich," erwiederte Pfadfinder inenglischer Sprache, denn er ging unwillkührlich von der einen indie andere über, wie es ihm gerade Gefühl nnd Gewohnheitgebot, „es ist natürlich, und mag stch wohl so verhalten. Wahr-scheinlich würde ein Weib dem Manne folgen, deni sie Treuegelobt hat, nnd Mann und Weib find ein Fleisch. Mabel würdeauch dem Sergeanten gefolgt seyn, wenn er gegenwärtig gewesenwäre und stch auf diese Weise zurückgezogen hätte, und ich zweiflenicht im mindesten, daß das warmherzige Mädchen mit ihremGatten gegangen wäre. Eure Worte sind ehrlich, Tuscarora"— er sprach dieses wieder in der Zunge des letzteren — „EureWorte find ehrlich, annehmbar und billig. Aber warum ist meinBruder so lange von dem Fort weggeblieben? Seine Freundehaben oft an ihn gedacht, aber ihn nicht wieder zu Gesichtbekommen."
„Wenn die Damgais dem Bocke folgt, muß nicht der Bockder Gais folgen?" antwortete der Tuscarora lächelnd, und legtedabei den Finger bedeutungsvoll auf die Schulter des Fragers.„Arrowhcad's Weib folgte Arrowhead; es war daher billig, daßArrowhead seinem Weibe folgte. Sie verlor den Weg und manzwang sie, in einem fremden Wigwam zu kochen."