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Möglichkeit dachte, sich über eine Stellung zu erheben, von dersie, trotz ihrer vorgeblichen Zufriedenheit, fühlte, daß sic nicht ganzmit ihrer Erziehung im Einklänge stehe. Diese Bewegung ver-schwand jedoch eben so schnell, als sie erschienen war, denn MabelsGefühle waren viel zu rein und weiblich, um den Bund der Ehevon einem so weltlichen Gesichtspunkte aus, den bloß die Vortheiledes Standes boten, zu betrachten. Diese vorübergehende Erregungwar ein durch erkünstelte Ansichten hervorgebrachter Laut, währenddie gediegenere Betrachtungsweise, welche znrückblicb, aus Naturund Grundsätzen floß.
„Ich kenne keinen Offizier des fünfundfünfzigstcn, oder irgendeines andern Regiments, von dem ich eine solche Thorheit ver-muthen könnte. Auch glaube ich nicht, daß ich selbst die Thorheitbegehen könnte, einen Offizier zu hcirathen."
„Thorheit, Mabel?"
„Ja, Thorheit, Jasper. Ihr wißt so gut als ich, was dieWelt von solchen Verbindungen denkt, und ich müßte besorgen,und wohl mit Grund besorgen, es könnte meinen Gatten einmalreuen, daß er sich durch ein Aeußeres, an dem er Gefallen fand,verleiten ließ, die Tochter einer so untergeordneten Person, als einSergeant ist, zu hcirathen."
„Ihr Gatte wird wahrscheinlich mehr an die Tochter, als anden Vater, denken."
Das Mädchen hatte mit einem Anflug von Laune gesprochen,obgleich auch sichtlich ihre Gefühle an der Unterhaltung Theilnahmen. Auf Jaspers letzte Bemerkung schwieg sie beinahe eineMinute und fuhr dann in einer weniger scherzenden Weise fort,in der ein aufmerksamer Beobachter wohl einen leichten melancho-lischen Zug hätte entdecken mögen:
„Vater und Kind müssen leben, als ob sie nur ein Herz,nur eine Gefühls- und Denkweise hätten. Ein gemeinschaftlichesInteresse unter allen Verhältnissen ist für Mann und Frau so