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müßte, wie Sie zum Voraus anzunehmen scheinen — obgleich ichdenke, ich könnte mein Leben an seine Treue setzen."
„Eure Zuversicht gefällt mir —- sie spricht für den Burschen;— aber der verwünschte Brief! Er hat so das Aussehen derWahrheit an sich; nein, es ist so viel Wahres darin, was aufandere Gegenstände Bezug hat." —
„Ich glaube, Euer Gnaden sagten, cs fehle die Unterschriftdes Namens; ein großes Versehen, wenn man da auf einen Ehren-mann schließen soll."
„Ganz recht, Dunham, und nur ein Schurke, und obendreinein feiger Schurke kann in Privatangelegenheiten einen anonymenBrief schreiben. Doch das ist im Kriege anders. Da werdenNachrichten fingirt, und List ist immer zu rechtfertigen."
„Eine männliche Kriegslist, Sir, wenn Sie so wollen; Hinter-halte, Ueberraschungen, fingirte Angriffe und auch noch Spionen;aber nie habe ich gehört, daß ein rechter Soldat den Charaktereines ehrenhaften jungen Mannes durch derartige Mittel zu unter-graben beabsichtigt hätte."
„Ich habe in dem Lauf meiner Erfahrung manches ungewöhn-liche Ereigniß erlebt und manchen auf dem fahlen Pferde erwischt.Doch, lebt wohl, Sergeant; ich darf Euch nicht länger aufhaltcn.Ihr seyd nun gewarnt, und ich empfehle Euch unermüdetc Wach-samkeit. Ich glaube, Muir beabsichtigt, sich in Bälde zurückzu-ziehen, nnd wenn Ihr mit dieser Unternehmung gut zu Standekommt, so will ich meinen ganzen Einfluß aufbieten, Euch an seineStelle zu bringen, auf die Ihr so manche Ansprüche habt."
„Ich danke Euer Gnaden unterthänig," erwiederte der Ser-geant ruhig, welcher schon seit zwanzig Jahren immer auf dieseWeise ermuthigt worden war, „und ich hoffe, ich werde meinerStellung nie Unehre machen, welche sie auch immer seyn mag. Ichbin, was die Natur und Vorsehung aus mir gemacht hat, und ichhoffe zu Gott, daß ich mich nie über meinen Posten beklagt habe.