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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
Entstehung
Seite
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Frauenzimmer euch über eure Träumereien und Meinungen unter-haltet, und mit einander über eure Einfälle lacht. Nun war esnatürlich, daß der Sergeant, der eine Tochter wie Sie hat, diesemehr als alles andere liebt, und von ihr oster als von irgendetwas anderem spricht. Da ich nun weder Tochter noch Schwester,noch Mutter noch sonstige Verwandte und Bekannte, mit Aus-nahme der Delaware», zu lieben habe, so stimmte ich natürlichmit ein, und ich gewann Sie lieb, Mabel, ehe ich Sie noch ge-sehen hatte ja das that ich, Mabel, gerade deshalb, weil wirso viel von Ihnen sprachen."

Und nun, da Ihr mich gesehen habt," entgegnete daslächelnde Mädchen, deren unveränderte natürliche Weise bewies,wie wenig sie an etwas mehr als an elterliche oder brüderlicheZuneigung dachte,fanget Ihr an, die Thorheit einzusehen,Freundschaft mit Leuten zu schließen, ehe man sic näher als nurvom Hörensagen kennt."

's war nicht Freundschaft, 's ist nicht Freundschaft,Mabel, was ich für Sie fühle. Ich bin der Freund der Delaware»,und bin es von meinen Knabenjahren an gewesen; aber meineGefühle für jene, oder für den besten unter ihnen, sind nicht die-selben, welche mir der Sergeant gegen Sie einflößte, um so mehr,da ich Sie nun näher kennen zu lernen anfauge. Bisweilen fürchteich freilich, es sey nicht gut für einen Mann, der einem wahrhaftmännlichen Berufe folgt sey er nun ein Wegweiser, ein Kund-schafter oder ein Soldat Freundschaft mit Frauen, und zumalmit jungen Frauen zu schließen, da sie mir den Unternehmungs-geist zu schwächen und die Gefühle von den Gaben und natür-lichen Beschäftigungen abzukehren scheint."

Ihr meint doch sicherlich nicht, Pfadfinder, daß Freund-schaft gegen ein Mädchen, wie ich, Euch weniger kühn undweniger geneigt machen würde, mit den Franzosen wie früheranzubinden?"