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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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Nein, nicht so, nicht so. Mit Ihnen in Gefahr, würde ichzum Beispiel fürchten, zu tollkühn zu werden. Aber ehe wirmiteinander, so zu sagen, vertraut wurden, dachte ich gerne anmeine Kundschaftszüge, meine Märsche und Auslager, meine Ge-fechte und andere Abenteuer. Jetzt kümmert sich mein Geistwenig mehr drum, und ich denke mehr an die Hütten, an dieAbende, die man im Gespräch hinbringen kann, an Gefühle, dienichts mit Hader und Blutvergießen zu thun haben, und an jungeFrauen, ihr Lachen, ihre heiteren, sanften Stimmen, ihre lieblichenBlicke und ihre gewinnenden Weisen. Ich sage dem Sergeantenbisweilen, daß er und seine Tochter noch einen der besten underfahrensten Kundschafter an den Gränzcn verderben werden."

Nicht doch, Pfadsinder; sie wollen es nur versuchen, das,was schon so ausgezeichnet ist, vollkommen zu machen. Ihr kenntuns nicht, wenn Ihr glaubet, daß eines von uns wünsche. Euchnur im mindesten verändert zu sehen. Bleibt, was Ihr gegen-wärtig seyd, derselbe ehrliche, aufrichtige, gewissenhafte, furchtlose,einsichtsvolle und zuverlässige Wegweiser, und weder mein lieberVater, noch ich werden je anders von Euch denken, als wir diesesjetzt thun."

Es war zu dunkel für Mabel, als daß sie die Bewegungenin dem Gesichte ihres Zuhörers hätte bemerken können; aber ihreliebliche Gestalt war gegen ihn gekehrt, als sie mit ebensovielFeuer, als Freimüthigkeit diese Worte sprach, welche zeigten, wieaufrichtig sie gemeint, und wie wenig ihre Gedanken in Verwirrunggebracht sepen. Ihr Gesicht war zwar leicht geröthet; aber eszeigte den Ausdruck des Ernstes und der Wahrheit ihrer Gefühle,ohne daß dabei ein Nerve bebte, ein Glied zitterte oder ein Puls-schlag rascher flog. Kurz ihr ganzes Benehmen war das einesredlichen, frcimüthigen Mädchens, welches eine derartige Erklärungder Achtung und Zuneigung gegen eine Person des andern Ge-schlechts ausspricht, deren Verdienste und Eigenschaften sie zu