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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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war, vernachlässigten diejenigen, ans welchen der Dienst ruhetc,die Sicherheit der Garnison nicht. Wer an den Bollwerken desForts stand, und ans die ungeheure glänzende Wassermasse, welchedie Aussicht des ganzen nördlichen Horizonts bcgränzte, von daaus aber ans den schlummernden, scheinbar endlosen Wald blickte,der die andere Hälfte des Panoramas ausfüllte, der hätte allerdingsdenken mögen, daß dieser Ort der wahre Aufenthalt des Friedensund der Sicherheit sey. Aber Duncan of Lnndie wußte zu Wohl,daß diese Wälder im Augenblick Hunderte anszuschicken vermochten,deren einziger Sinn die Zerstörung des Forts und seines ganzenInhalts war, und daß gerade der trügerische See einen offenenWeg darbot, auf dem seine zwar mehr civilisirtcn, aber kaumweniger hinterlistigen Feinde, die Franzosen, leicht nahe kommenund ihn in einem unwillkommenen und unbewachten Momente über-fallen konnten. Es wurden Patrouillen unter alten wachsamen Offi-zieren, Männern, welche sich wenig um die Spiele des Tages küm-merten, ansgeschickt, um durch den Wald zu streifen, und in demFort blieb eine ganze Compagnie stets unter den Waffen, mit demBefehl, eben so sehr ans der Hut zu sepn, als ob gemeldet wordenwäre, daß ein übermächtiger Feind im Anzüge seh. Unter diesenBorfichtsmaßregeln überließ sich der Rest der Offiziere und derMannschaft ohne Besorgniß der Beschäftigung des Morgens.

Die für die Belustigung ausersehenc Stelle war ein freierPlatz, etwas westlich vom Fort und unmittelbar an dem Dammedes Sees. Man hatte ihn von Bäumen und Strünken gelichtet,um sich seiner als eines Erercierplatzes zu bedienen, da er denVortheil hatte, im Hintergründe von dem Wasser und auf einerSeite durch die Festungswerke gedeckt zu seyn. Es war daher nurvon zwei Seiten ein Angriff möglich, und da der freie Raum sichweit nach Westen und Süden hinzog, so mußten die Angreiferden Versteck in den Wäldern verlassen, wenn sie nahe genug kom-men wollten, um wirklich gefährlich zu werden.