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genommen fühlt. „Es ist ganz unmöglich, daß mit meiner Er-fahrung in der menschlichen Natur —"
„Besonders in der Weibernatur, David —"
„Sie wollen Ihren Scherz haben, Lundie, und mag sich aufden einlaffen, wer will. Ich kann es aber nicht für möglich hal-ten, daß ich mich täuschen sollte über die Neigungen eines jungenFrauenzimmers, welche, — ich kann mich, denke ich, Wohl kühndarüber aussprechen, da wir unter uns sind — über den Standdes Pfadfinders hinausgehen. Was das Individuum selbst anbe-langt — nun, die Zeit wird's lehren."
„Sagen Sie mir doch offen, David Muir," sprach Lundie,indem er eine kurze Weile seinen Spaziergang unterbrach und denAndern ernst und mit einem komischen Ausdruck der Neberraschungin's Gesicht faßte, welcher die Züge des Veteranen in einem spöt-tischen Ernste erscheinen ließ, — „glauben Sie wirklich, daß einMädchen, wie die Tochter des Sergeanten Dnnham, eine ernsthafteNeigung zu einem Manne von Ihren Jahren, Ihrem Aussehen,und — Ihrer Erfahrung, mücht' ich hinznsetzen — fassen kann?"
„Bst, ruhig, Lundie; Sie kennen das Geschlecht nicht, unddas ist der Grund, warum Sie in Ihrem fünf und vierzigstenJahre noch unverheirathet sind, 's ist doch 'ne schreckliche Zeit,die Sie als Junggeselle zngebracht haben, Major!"
„Und was mag Ihr Alter seyn, Lieutenant Muir, wenn maneine so delicate Frage wagen darf?"
„Sieben und vierzig; ich will's nicht verlängnen, Lundie; undwenn ich Mabel kriege, so kommt gerade auf jedes Jahrzehenteine Frau. Aber nä, ich kann nicht denken, daß Sergeant Dun-ham so niedrig gesinnt seyn sollte, um sich's träumen zu lassen,dieses süße Mädchen einem Menschen, wie dein Pfadfinder, zu geben."
„Er träumt sich nichts dabei, David; der Mann ist so ernst-haft, wie ein Soldat, der gepeitscht werden soll."
„Wohl, wohl, Major, wir sind alte Freunde" — beide kamen