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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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durch beide Eltern gleich theuer waren. Er selbst hatte seinemFreunde den ersten Antrag gemacht. Letzterer hatte zwar freund-lich darauf geachtet, vcrrieth aber bald, wie der Sergeant zu findenglaubte, eine Geneigtheit, sich seine eigenen Ansichten zu bilden,welche mit den Zweifeln und den Besorgnissen, die ans einem be-scheidenen Misstrauen gegen sich selbst stoffen, gleichen Schritt hielten.

Zehntes Kapitel.

Denk' nicht, ich lieb' ihn, weil ich für ihn bitte;

Er ist ein läppisch Kind - zwar spricht er gut

Allein was sind mir die Worte?

Eine Woche verging in der gewöhnlichen Weise eines Gar-nisonslebens. Mabcl gewöhnte sich an ihre Lage, welche sie imAnfang nicht nur neu, sondern auch ein wenig lästig gefunden hatte.Die Offiziere und Soldaten machten sich der Reihe nach allmähligmit der Anwesenheit eines jungen und blühenden Mädchens ver-traut, dessen Anmuth und Betragen das Gepräge einer bescheidenenhöheren Bildung an sich trug, welche sie dem Aufenthalte in derFamilie ihrer Beschützerin verdankte. Dabei ließ sie sich wenigbeunruhigen dnrch die schlecht verhehlte Bewunderung dieser Leute,indem sic die Nchtungsbeweise, welche ihr zu Thcil wurden, gerneans die Rechnung ihres Vaters schrieb, obschon sie ihr in der Thatmehr um ihres eigenen bescheidenen, aber geistvollen Benehmenswillen, als ans Ehrerbietung gegen ihren würdigen Vater gezolltwurden.

Bekanntschaften, welche in einem Urwald oder unter Umstän-den von ungewöhnlicher Aufregung gemacht werden, erreichen baldihre Gränzen. Mabel fand den Aufenthalt einer Woche an demOswego hinreichend, ihr diejenigen, mit welchen sie einen ver-traulichen: Umgang wünschen konnte, und diejenigen, welche sie