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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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Feinde zurückzog, so konnte man auf ihn bauen, daß er unter keinenUmständen einen Frennd verließ. Die freundschaftlichen Verbin-dungen, welche ein solcher Charakter unterhielt, trugen das Geprägeder Gleichheit. Seine Kameraden und Vertraute, obgleich er hiermehr oder weniger durch den Zufall bestimmt wurde, stunden imAllgemeinen auf einer hohen Stufe der Sittlichkeit, denn er schieneine instinktartige Nnterscheidungsgabc zu besitzen, welche ihn, viel-leicht, ohne daß er es selbst wußte, veraulaßte, sich fest au diejenigenanzuschließen, welche am besten seine Freundschaft zu erwiedernvermochten. Kurz, ein Forscher in der sittlichen Natur des Men-schen würde von Pfadfinder gesagt haben, daß er das Musterbildeines gerechten und reinen Mannes sey,-der, unangefochten vonunregelmäßigen und ehrgeizigen Begierden, mitten in der Größeder Einsamkeit und unter den veredelnden Einflüssen einer erhabenenNatur, nur dem Drange seiner Gefühle zu folgen sich erlaubteund sich weder durch die Reize der Civilisation irre leiten ließ, dieso oft zu schlimmer Handlungsweise Anlaß gebe», noch je des all-mächtigen Wesens vergaß, dessen Geist über der Wildniß wie überden Städten wohnt.

Dieß war der Mann, welchen Sergeant Dunham seiner Tochterzum Gatten bestimmt hatte. Als er eine derartige Wahl traf,hatte er sich vielleicht weniger durch die klare und richtige Wür-digung der individuellen Verdienste desselben, als durch seine eigeneZuneigung bestimmen lassen, obschon niemand den Pfadfinder sogenau, als er selbst, kannte, ohne dem ehrliche» Wegweiser denhohen Platz in seiner Achtung cinzuräumen, welchen er durchwirkliche Vorzüge verdiente. Daß seine Tochter ernste Einwen-dungen gegen seinen Plan haben könnte, kam dem alten Soldatengar nicht zu Sinne. Diese Heirath- öffnete ihm auf der andernSeite die Aussicht auf manche Vortheile, die er mit der Neigeseiner Tage in Verbindung brachte, und die ihn hoffen ließen, denAbend seines Lebens unter Nachkommen zuzubringen, welche ihm