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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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mich fielen, und seitdem habe ich auf diese Weise der Reihe nach alleVertrauten meiner Gebieterin erobert.

Nicht so gut erging es mir aber bei der Welt. Dort erregtemein plötzliches Verschwinden nicht minderes Aufsehen, als meinAuftreten in ihr veranlaßt hatte. Tom Thurston's Bemühungenum Miß Monsvn hatten den Neid und folglich die Aufmerksamkeitaller andern Glücksjäger der Stadt rege gemacht; natürlich konntealso das plötzliche Abbrcchen seiner Bewerbung nicht unbemerktbleiben. Aber man weiß ja, wie geschickt diese Herren ihren Rück-zug zu maskiren wissen. Tom erklärte, der alte Herr habe abge-brochen, als die Sache bis auf den Punkt der Mitgift gediehensey; er habe das Mädchen gern gesehen und sie deßhalb mit fünfund siebenzigtausend Thaler nehmen wollen, aber der Alte sei zukeinem höheren Gebot als dreißigtausend zu bringen gewesen.Aufsolch ein Gebot," meinte Tom,konnte natürlich kein Mann vonEhre eingehen. Ein Mädchen mit solch einem Taschentuche mußtevon Rechtswegen ihre vollen Hunderttausend mitbringen und ichbin nicht der Mann, den man mit halben Maaßregeln abspeiöt. DerAlte ist ein ausgemachter Narr. Das Tuch ist nicht mehr z» sehen;sie haben den Schild eingezogen und werden nun hoffentlich ge-witzigt sein und ein andermal vernünftigere Saiten aufziehen."

Einen Monat später war auch Tom verheirathet. Ich hörteJohn Monson die Einzelnheiten dieser ergötzlichen Geschichte in Shore-ham'S Bibliothekzimmer wo ich zu meinem großen Vergnügengewöhnlich verweile, da ich in die Bücher ganz vernarrt binunter lautem Lachen preisgeben. Tom hatte, wie eS scheint, seinAuge auf die Tochter eines Spezereihändlers von bekanntem Wohl-stände geworfen, traf aber hier mit einem Ritter seines eigenenOrdens zusammen, welcher, um den lästigen Nebenbuhler los zuwerden, das Augenmerk des guten Tom auf eine andere Dulcinea,die Tochter eines Fleischers, zu lenken wußte, deren Vater eben