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Monson lief somit keine Gefahr, baß ihr Entgegenkommen von einersolchen Person übersehen werben könnte. — Die Wahrheit zu sagen,trieb meine Herrin ihr Spiel zu weit — so weit, baß sie Jeder-manns Augen auf sich zog, ausgenommen diejenigen der am meistenbetheiligten Personen, nämlich ihrer eigenen Mutter und BettsShoreham's.
Obgleich die älteren Damen heutiges Tags in der amerika-nischen Gesellschaft, und vielleicht auch anderwärts, nur selten Kartenspielen, so fehlt eS doch nie an Anlässen, um ihr hergebrachtesMatronenamt auf Bällen zur reinen Sinecure zu machen. MrS.Monson war zudem eine nachsichtige Mutter und sah selten ein Unrechtan ihren Kindern; da es Julia auch in der Regel in ihrem Be-tragen nicht an Vorsicht und Zurückhaltung fehlen ließ, so war eineTaktlosigkeit von dieser Seite her in der That der letzte Gedanke,der dem liebevollen Mutterherzen auf Mrs. Leamington'S Ballein die Quere kommen konnte. Nicht so ganz unerschütterlich in ihrerZuversicht waren dagegen einige andere Gäste.
„Ihre Tochter ist heute Abend sehr munter," bemerkte eineunvermählte Dame von einem gewissen Alter, die in MrS. MonsonsNähe saß — „so fröhlich, wie ich sie noch nie gesehen habe."
„Gewiß, theuersteS Mädchen, sie ist glücklich, das gute Kind"— die arme Julia war eben damals nichts weniger als glücklich —„und wenn je eine Zeit im Leben dazu gemacht ist, um glücklichzu sehn, so ist eS die Jugend."
„Ist es Miß Monson's Art, so ausnehmend guter Laune zusehn?" fuhr eine andere fort, entschlossen, die Mutter zu quälen,während sie sich schon darüber ärgerte, daß diese nicht genug inAllarm zu bringen war, um sich endlich einmal umzuschen.
„Immer, wen» sie in guter Gesellschaft ist. Ich halte es fürein rechtes Glück, Ma'am, eine heitere Laune zu besitzen."
„Gewiß, gewiß — doch kann man nicht ewig ein jungesDing von fünfzehn bleiben, wie Laty Mary Wortiey Montag»