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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
149
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ILO

Es ist Mlle. Henny, die Erzieherin von Mrs. Monson'SKindern, meine Liebe. Man sagt, sie sei ein Ausbund aller Voll-kommenheiten und ein wahres Wunder von Wohlanständigkeit. Auchwill verlauten, sie sei eigentlich eine Person von sehr hohem Standeund durch eine jener gräulichen Revolutionen heruntergekommen,deren sie in Europa so viele haben."

Wie gar von Adel vielleicht?"

O, zum allerwenigsten; es gibt Leute, welche behaupten, siesei halb und halb von königlichem Geblüt. Das Land ist voll vonden Trümmern gestürzten KünigSthums und Adels. Finden Sie,daß sie ein aristokratisches Air hat?"

Nicht im Geringsten ihre Ohren sind viel zu klein."

Ei, meine Liebe! das ist ja das wahre Gepräge adeligerHerkunft. Meine Tante Harding wurde während ihres Aufenthaltsin Neapel sehr vertraut mit dem Duca di Montecarbana, und sicsagt, er habe das kleinste Ohr gehabt, das sie je an einem mensch-lichen Wesen gesehen. Die Montecarbana'S müssen Sie wissen sind so alt als die Ruinen von Pästum."

Sei dem wie ihm wolle, in meinen Augen paßt es schlechtzu adeligem Blut, kleine Mädchen französisch und italienisch plap-pern zu lehren und ihnen die Noten einzutrichtern. Ich habe Mr.Shoreham immer für einen Bewunderer Miß Monson's gehalten."

Unglücklicherweise hörte meine Gebieterin diese letzten Worteund in der Aufregung ihrer Gefühle, in der sie sich ohnehin befand,beschloß sie alsbald, mit einem jungen Manne, Namens Thurston, zukokettiren, um Betts Eifersucht wenn er dafür empfänglich warzu erwecken und ihrem eigenen Nnmuth Lust zu verschaffen.

Dieser Tom Thurston war einer von jenen hochgewachsenen,gutaussehenden Jungen, welche auf Einmal in einer Stadt sind,Niemand weiß woher, in Gesellschaft kommen, man weiß nicht wie,und leben, man weiß nicht wovon. Es war eine bekannte Sache,daß der Ehrenmann nach einer reichen Frau angelte und Julia