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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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berechnend, um fortwährend darau zu denken, daß Betts der Herreines guten altmodischen Landsitzes war, welchen man jährlich aufzwanzigtausend Pfund schätzte und der wirklich eilftausend netto

ertrug, während das Herrenhaus allgemein den schönsten desStaates an die Seite gestellt wurde. Um all' dies kümmerte sichJulchen wenig oder fast gar nicht. Es gab junge Männer genug,welche eben so schöne Güter und noch weit mehr, die gar keinebesaßen, dafür aber die größte Lust von der Welt hatten:denalten Mvnsvn zu tranchiren" aber wenige waren so wohl-

gestaltet, so angenehm von Sitten und Benehmen wie der jungeShoreham; wenige hatten so viel wie er von der Welt gesehen.

Daß Betts in sie verliebt sei, hatte sich Julia natürlich nie einge-

bildet, aber bis zu den Proben, die sie ganz kürzlich von seinerNeigung für die Erzieherin ihrer Schwestern erhalten, hatte sie eSdoch für sehr möglich gehalten, daß es dahin kommen könne undhätte eS gar nicht ungern gesehen, wenn es dahin gekommen wäre.

Ich weiß wohl, daß dieß nicht die gewöhnliche, möglicherweise auchnicht die höflichste Weise ist, jene dämmernden Gefühle zu schildern,welche den Keim einer jungfräulichen Neigung in sich schließen; eingewandter, talentvoller Dichter würde bei solcher Gelegenheit gewiß eineganz andere Sprache führen! allein ich habe diese Geschichte inder Absicht begonnen, die Dinge so darzustellen, wie sie sind undso, wie ich sie erzählt, ist nun einmal die Art und Weise, wie sich derLiebe jugendlicher Traum" dem Auge eines Taschentuches darstellt.

Unter andern Widerwärtigkeiten erfuhr Julia die Kränkung,während der Pausen des Tanzes über Shorehams Aufmerksamkeitfür die Gouvernante allerlei Glossen anhören zu müssen, von wel-chen auch einige mein Ohr erreichten:

Wer ist doch die Dame, welcher Mr. Shoreham heute sounablässig den Hof macht?" fragte Miß N. ihre Nachbarin Miß T.

ES ist ein ganz neues Gesicht und wenn man so frei seindarf es zu sagen auch eine ganz neue Manier."