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vollkommenem ban ton, hatte so ganz die Manieren einer Damevon Welt und galt allgemein für einen solchen Ausbund von Voll-kommenheit, daß die meisten Freunde der Familie sie nicht ignorirenzu dürfen glaubten. Die Sache aber hatte noch einen anderen,für die junge Dame weniger schmeichelhaften Grund, welchen wirder Wahrheit zu Ehren nicht übergehen dürfen.
Es hatte sich nämlich von irgend einer Seite her das Gerüchtverbreitet, Miß Monson'S Gouvernante stamme aus einer adeligenFamilie — ein Umstand, der, wie ich bald entdeckte, zu New-Dorkbedeutende» Einfluß ausübtc, zweifelsohne vermöge einer versöhnen-den Reaktion, welche der Strenge der, in allen geselligen Verhält-nissen vorherrschenden, demokratischen Ideen entgegenwirkte. Undhier seh im Vorbeigehen noch eine weitere Bemerkung gestattet.Trotzdem, daß man in Amerika durch nichts leichter in Mißkreditgeräth, als durch den Ruf, „aristokratisch" zu seyn — ein Ausdruckvon sehr dehnbarer Bedeutung, da er auf Geschmack, Ansichten,Gewohnheiten, Vorzüge, ja nicht selten auf den Glauben der an-stößigen Parthei Anwendung findet — so ist auf der andern Seiteauch nichts so geeignet, Aufmerksamkeit zu erregen, als vornehmeGeburt. Wie manche arme Polen habe ich als Löwen des TagesHerumschleppen sehen, bloS weil man sie für „adelig" hielt, ob-gleich der Standesunterschied in ihrer Heimath so ziemlich derselbe ist,wie er in einem Theile unserer Republik stattfindet, wo die eineHälfte der Bevölkerung aus Weißen, die andere aus Schwarzenbesteht, denn die Edelleute korrespondiren dort mit der ersten, dieLeibeigenen aber mit der zweiten Klaffe.
„Was Miß Monson heute für ein ausnehmend aristokratischesTaschentuch hat," bemerkte MrS. G. gegen Mr. W. bei unseremEintritte in MrS. Leamington'S Zimmer; „ich erinnere mich nicht,jemals etwas so Aristokratisches in Gesellschaft gesehen zu haben."
„Die Monson'S sind in Allem höchst aristokratisch — speisensogar um sechs, wenn ich recht weiß."