in'S Zimmer — „ist dieser Fetzen da wirklich Dein oder gehört ernicht eher Henny an?"
„Fetzen!" rief die Schwester, indem sie mich geschickt demRäuber aus den Händen riß — „Fetzen und ,Henny* dazu!Dies ist kein Fetzen, Sir, sondern ein sehr schönes Taschentuch unddaß etwas so Kostbares nicht wohl Mlle. Heunequin gehören kann,das, meine ich, müßte Dir recht wohl bekannt seyn."
„Und darf man fragen, wie viel es gekostet hat? Nur dasEine sage mir wenigstens."
„Ich werde mich hüten, Ihre Neugierde zu stillen, meinHerr! Die Garderobe einer Dame soll nicht auf diese Art zerglie-dert werden."
„Darf ich wohl fragen, Sir," wandte sich nun der Frager an seineneben einiretenden Vater, „ob Sie Julchen dieses Taschentuch bezahlthaben? Ich lasse mich hängen, wenn ich in meinem Leben etwasGemeineres gesehen habe?"
„Deine Ansicht wird mich schwerlich verleiten, ja zu sagen,"gab der Vater halb lachend, halb ärgerlich über die Anspielungenseines Sohns, die ihm vor Belts gerade besonders unangenehmwaren, zur Antwort — „laß Dich die Sache nicht anfechtcn, meineLiebe; das Taschentuch ist nicht halb so kostspielig, als seine Cigarren."
„Nun jedenfalls soll es gründlich eingeräuchert werden," ver-setzte John einlenkend, um dem Angriffe seines Vaters zu entgehen,was gar nicht unnöthig war. „Ach, Julia, Julia, ich muß michDeiner schämen."
Dies war jedenfalls ein ominöser Anfang für einen Abend, von demman sich so viel Freude erwartet hatte. MrS. Monson kam auch end-lich herunter, die Wagen fuhren vor, man rief Mademoiselle Henne-guin und die ganze Gesellschaft verließ das Haus.
Daß die Gouvernante bei den Einladungen an die Familie Monsonfast allezeit mit eingeschlvsscn wurde, war allerdings ziemlich unge-wöhnlich: allein Mademoiselle Henneguin war eine Person von so