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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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selle Hennequin das Zimmer mit einem Ungestüm in ihrem ganzenWesen, wie ich es bei jungen Frauenzimmern ihrer Nation öfterzu beobachten Gelegenheit hatte. Natürlich blieb ich auf diese Artmit Mr. Shoreham allein.

Ich will dem Leser nichts verhehlen, was er zum Verständnissedieses Verhältnisses wissen muß. Unerachtet ihrer abhängigen Lageund trotz seiner eigenen, weit glänzenderen Umstände liebte Shore-ham die Gouvernante und diese liebte den Jüngling. Dies ent-deckte ich zwar erst in der Folge, obwohl ich es von diesem Augen-blicke an zu vermuthcn begann. Keines wußte übrigens um dieGefühle des Anderen, sondern jedes hoffte, wie es das Wesen einerjugendlichen und schuldlosen Neigung mit sich bringt, und zittertewieder bei dieser Hoffnung. Auch diesen Abend hatten sie sich nichtdeutlich ausgesprochen; dagegen hatte man sich im Wege der Sym-pathie und des Gefühls viel, sehr viel gesagt und hätte sich ohneJulia'S störende Dazwischenkunft ohne Zweifel Alles gesagt.

Fünfzehntes Kapitel.

Es gibt im Leben des Mannes Augenblicke, wo er in Betreffder Vollkommenheiten der Dame seines Herzens empfindlicher istals sonst, und am meisten ist er es gerade dann, wenn er ihre Machtam rückhaltlosesten empfindet. Mit argwöhnischen Blicken späht ernach jedem Schatten eines Fehlers und ist doch so gar nicht geneigt,noch fähig, einen Flecken zu gewahren.

Betts Shoreham fühlte ein unbehagliches Bangen ja, soweit steigerte sich diese Empfindung denn in wenig Augenblickenhätte er Mademoiselle Hennequin seine Hand angeboten und in sol-chem Moment einen Rückstoß mit Gleichmuth aufzunehmen, wirdKeiner vermögen also er fühlte ein unbehagliches Bangen beidem Gedanken, daß seine Geliebte sich von einem, ihrer so ganz