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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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wie meine Herrin die Unterredung wurde jedenfalls in meinerGegenwart nicht fortgesetzt: die junge Dame heftete im Gegentheilihre Blicke auf mich, statt auf ihren Gesellschafter, nahm michdann in die Hand und begann mich einer genauen Untersuchung zuunterwerfe».

Das ist ein wunderschönes Taschentuch, Mademoiselle Hcnne-quin," hob Betts Shoreham an, indem er diese Bemerkung alsVorwand benützte, um der jungen Dame auf das Sopha zu folgenhätten wir neulich von seinem Daseyn gewußt, wir wären wohl inunseren Aeußerungen über derlei Luxusartikel zurückhaltender gewesen."

Keine Antwort. Die Gouvernante sah starr auf mich nie-der und Thränc» begannen ihr über die Wange zu rollen, so sehrsie sich augenscheinlich anstrengtc, sie zurückznhalten. Ueber ihreSchwäche beschämt, versuchte sie diese Thränen wegzulächeln undsich zu einer heitern Miene zu zwingen.

Wag kann nur an diesem Tuche sepn, theure MademoiselleHennequin," fragte Betts Shoreham, welcher die höchst verfäng?liehe Gewohnheit hatte, junge Damen, sobald er nur einigermaßenauf vertrautem Fuße mit ihnen stand, mit diesem zärtlichen Epi-theton anzureden - eine Gewohnheit, welche nicht selten beträcht-liche Jrrthümer über den Grad seiner Theilnahme für diese oder jeneseiner weiblichen Bekannten veranlaßtewas in aller Weltkann an diesem Tuche seyn, daß eine Person von solchem Geistund Herzen dadurch zu Thränen gerührt wird?"

Mein Herz und Geist sind vielleicht nicht so fehlerfrei, alsIhre Güte, Mr. Shoreham, sie erscheinen lassen möchte. Mansagt, bei Toilette-Angelegenheiten sey der Neid ein sehr natürlichesGefühl in der weiblichen Brust und gewiß besitze ich kein soschönes Tuch wie dieses. Verzeihen Sie, Mr. Shoreham, wennich so unhöflich bin, Sie allein zu lassen ich kann mich nichtlänger beherrschen-"

Unfähig, ein Wort weiter hervorzubringen, verließ Mademoi-