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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Nie hatte Julia reizender auSgesehen, als an diesem Abenderdie Vorahnung des Vergnügens, dem sie entgcgenging, übergoß ihreZüge mit bezauberndem Lächeln. Als sic mit ihrer Toilette fertigwar, nahm sie mich aus dem Schiebfach, ließ einen einzigen TropfenLavendel in meinen Busen fallen und trippelte die Treppe hinabin's Wohnzimmer, wo Betts Shoreham und Mademoiselle Henne-quin beisammen und zwar, außerordentlicher Weise allein bei-sammen waren. ^

Ich sage außerordentlicher Weise, weil die Erzieherin garselten dazu kam. Jemand unter vier Augen zu sehen und weil ihrals einer unverheiralheten Dame von guter Erziehung die französischeSitte eine tete-ä-tete mit dem anderen Geschlecht verbot. Nunhatte meine Gebieterin wahre Luchsaugen für Alles, was BettsShoreham und die Gouvernante betraf ein einziger Blick sagteihr, daß die Unterhaltung ungewöhnlich anziehend gewesen seynmußte, denn auch ich konnte bemerken, wie das Gesicht der Gou-vernante eine verrätherische Röthe zeigte, ja bei einer Anderen alseiner Erzieherin hätte man kecklich behaupten dürfen, es sey inPurpur getaucht.

Julien überschlich ein peinliches Unbehagen, denn sie fühlte,daß sie überflüssig war; kaum hatte sie sich daher mit einer unzu-sammenhängenden Entschuldigung im Sopha niedergelassen, als dasarme Mädchen wieder aufstand, das Zimmer verließ und die Treppehinaufrannte, indem sie mich, ohne es zu wisse», auf dem Sophaliegen ließ, den sie so Plötzlich verlassen hatte.

Betts Shoreham schien über diesen Vorfall keineswegs bestürzt,aber Mademoiselle Hennequin änderte plötzlich den Platz, den sieso zu sagen in approximativer Nähe des jungen Mannes innegehabt und kam durch dieses Manöver dicht neben mich zu sitzen.

Welcher Art nun auch der Gegenstand des Gesprächs zwischenden beiden jungen Leutchen gewesen seyn mochte, denn, schön odernicht schön, so war Mademoiselle Hennequin noch eben so jugendlich