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— da Deine Aeltern nichts dagegen haben, so sehe ich in der Thainicht ein, vor wem Du Dich sonst zu fürchten haben kannst."
Bei den Worten „in der Stadt" war Julia erröthet, dennihr oerrätherischeS Gefühl beschwor augenblicklich das Bild einesgewissen Betts Shoreham vor ihre Seele als diejenige Person,welche die Freundin im Auge gehabt hatte. Ich hatte gar keineMühe hinter die ganze Sache zu kommen, da meine Station indem Muffe nur etwa sechs Zoll von ihrem klopfenden Herzenentfernt war.
„O, 's ist nicht das, was Du meinst oder wen Du vermuthest,Mary," war die Antwort meiner Herrin, „ich meine MademoiselleHennequin— ehrlich gestanden, ich fürchte den tadelnden Blick ihrerAugen."
„Nun, dies ist in der That seltsam genug — daß Du Dich beider Erzieherin Deiner Schwestern vor Vorwürfen scheuest, währendDu die Deiner Mutter keineswegs fürchtest! Und was in aller Welthat Mademoiselle Hennequin mit Dir zu schaffen? Deine Erziehungwar ja vollendet und Du warst schon selbstständig, ehe ste in euerHaus kam? Es ist doch seltsam, daß eine Person, kaum älter alsDu, welche ganz kürzlich erst in Paris angenommen wurde, solchenEinstuß über Dich gewonnen haben sollte, die Du nie ihre Schüleringewesen bist."
„Ich fürchte mich auch in den meisten Fällen nicht vor ihr,"versetzte Julia, „nur in Sachen des Geschmacks, besonders wennstchs um Luxusartikel handelt, kann ich eine gewisse Scheu vor ihrnicht unterdrücken."
„Immerhin müßte ich mich in dieser Mademoiselle Hennequingar sehr geirrt haben, wenn sie sich herausgenommen hätte, sichDir gegenüber in so etwas zu mischen. Eine Gouvernante sollteihre Aufsicht nie weiter ausdehnen, als ihr Amt es verlangt."
„Aber dies thut ja auch Mademoiselle Hennequin gar nicht,"