Mas die für mich erhaltenen fünfzig Dollars betrifft, so mußtensie für Ankauf der täglichen Bedürfnisse auf den Markt wandern, bisanderweitige Mittel aufgetrieben werden konnten. UebrigenS wardiese Abweichung von der vorgegebenen Bestimmung dieser Summemehr scheinbar als wirklich, denn der edle, aber unglückliche Mannmußte ja doch vor allen Dingen essen und trinken, um für seineGläubiger thätig sein zu können. Kurz, Alles wurde auf's Be-friedigendste beigelegt; Mr. Halfacre bezahlte hundert Cents*' vomDollar und zwar in Loosen, so daß seine Bücher bald wieder imgeordnetsten, erfreulichsten Zustande waren.
„Nun, dem Himmel scy Dank! jetzt schulde ich Niemandemeinen Heller mehr/' sprach der würdige Geschäftsmann zu seinerEhehälfte an dem Tag, da Alles abgeschlossen war, „und bei derganzen, verwickelten Rechnung mit so großen Summen hat sichbloS ein einziges, kleines Versehen eingeschlichen/'
„Mein Gott, ich dachte, Alles wäre im Reinen/' rief diegute Frau voll Unruhe. „Gewiß ist es dieser unvernünftige JohnDownright der Dir noch zu schaffen macht/
„Pah! der ist völlig bezahlt. Erst bot ich ihm fünfundzwanzigCenis vom Thaler, davon wollte er nichts hören; ich sprach dann voneinem kleinen Jrrthum und berichtigte mein Gebot auf vierzig. Aberder Schuft nahm keine Vernunft an und ich mußte ihm endlichseine hundert geben. Nein, diesem Patron kann ich mit dem rein-sten Gewissen ins Angesicht sehen."
„Aber wer soll es denn sonst scyn?"
„Niemand anders als Dein eigener Bruder MyerS, meinSchatz; wir hatten uns irgendwo in unseren Rechnungen um eineKleinigkeit von 100,000 Dollars zu seinen Gunsten gestoßen. Ichbezahlte ihn in Ländereien; bei der nächsten Durchsicht fand sich aber,daß sich eine Ziffer zu viel eingeschlichen hatte und als der Ehren-
* d. h. den vollen Betrag feiner Schulden, da der Dollar 100 Cents hat. D. U.
* »Rechtschaffen-, »GeradauS- — zu deutsch.