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Reihen dunkler Männer und reichgeputzter Frauen belebten, die Einenjetzt regungslos wie gemalte „Schaustücke" anstarren.
Ohne diese beiden unbedeutenden Fehler dürfte sich aber die New-Uorker Welt kühn mit der Pariser, besonders jener der Chausseed'Antin messen. Mehr als dies möchte ich nicht sagen und wenigerkonnte ich wohl nicht mit Ehren niederschreiben, denn ich habe zuNew-Vork einige der wärmsten, treuherzigsten Freunde getroffen,die nur jemals das Geschick einem Taschentuche zu Theil werdenlassen konnte.
Meine Ankunft hatte also, wie gesagt, ein allgemeines Mur-meln veranlaßt. In weniger als einer Minute hatte Eudosia ihreBegrüßungen abgemacht und wurde nun in einer Ecke von einemHäufchen junger Freundinnen umringt, welche alle trotz ihresSchweigens fast vor Begierde starben, mich endlich zu sehen.
Es wäre offenbare Heuchelei, wenn ich versichern wollte, daßich mich durch die Huldigung, die mir zu Theil wurde, nicht ge-schmeichelt fühlte: die neugierigen Blicke streiften vom Rande biszur Mitte — von den Spitzen zum Saume — und vom Saumezu der feinsten Faser meines köstlichen Gewebes. — Mit einemWort, ich war das erste Hundert-DvllarS-Taschcntuch, das je indiesen Kreisen aufgetreten war, ja wäre ich ein polnischer Graf mitdem schönsten Schnurrbarte von der Welt gewesen, ich hätte nichtschmeichelhafter empfangen — nicht besser „unterhalten" werden können.
Mein Ruhm verbreitete sich schnell in den Gemächern, wie man zweikleine Piecen mit einer Zwischenthüre, welche jedes zum Alkovc desandern stempelte — zu nennen beliebte, und sogar die Männer, be-sonders die jüngeren, fingen an sich für mich zu interessiren. Zwargingen Letztere nicht auf die einzelnen Schönheiten der Stickereioder die Feinheit des Stoffes ein — ihnen imponirten die drei Ziffern.
Ein ältlicher Herr ließ „für einen Augenblick" um mich bittenund so sonderbar es Manchem dünken mag, ein Taschentuch zuentlehnen, so geschah es doch in jener Nacht mit mir von mehr